11. Januar 2008

Bildungsmisserfolg

Wieder einmal hat das Bildungsministerium eine Studie veröffentlicht, die Schwachpunkte unseres Schulsystems verdeutlicht. Hier aus einem enthüllenden Artikel dazu:
"Studie des Bundes-Bildungsministeriums: Jungen in der Schule unmittelbar diskriminiert
Berlin, 29.12.2007: Kurz vor Weihnachten wartete das Bildungsministerium mit einer Studie auf, deren Brisanz erheblich ist. Das ist vermutlich auch dem Ministerium bewusst, denn bei der Studie "Bildungs(Miss)erfolge von Jungen und Berufswahlverhalten bei Jungen/männlichen Jugendlichen" verzichtete man weitestgehend auf mediale Aufmerksamkeit. Nicht einmal im Unterverzeichnis "Presse" auf der Homepage des BMBF war eine Mitteilung zu finden.
Auf der Startseite des Ministeriums hingegen war eher Verschleierungstaktik angesagt: Die Studie, welche klar auf Missstände und massive Diskriminierungen von Jungen in der Schule aufmerksam macht, wurde lediglich mit einer allgemein bekannten Erkenntnis angekündigt: "Ergebnis der Studie für das BMBF ist, dass Jungen in der Schule schlechter abschneiden als Mädchen." Es scheint, als hoffe man, dass die Studie im weihnachtlichen Trubel untergehe und dass durch ausbleibende PR niemand auf sie aufmerksam werde."
Quelle: http://www.umweltjournal.de/fp/archiv/AFA_familienrecht/13505.php
Der Link zur Studie:
http://www.bmbf.de/pub/Bildungsmisserfolg.pdf

Hier ein aufschlußreicher Blog über eine offensichtlich brisante Studie des BMBF (die mittlerweile vom Netz genommen wurde):
http://genuegsamesleben.wordpress.com/2008/01/07/familienrecht-bildungsidylle-deutschland/ und
http://genuegsamesleben.wordpress.com/2008/01/09/achtung-staatlich-gewollte-pfusch/

Kultusministerium Hessen: Neuer Leitfaden

Er soll Schulen im Umgang mit Schulverweigerern "helfen".
"Der Leitfaden informiert die Schulen exemplarisch, welche Möglichkeiten sie haben, um frühzeitig und im Verbund mit Polizei, Ordnungsämtern und Staatlichen Schulämtern in Fällen von dauerhafter Schulverweigerung handeln zu können. Schwerpunkt des Leitfadens ist dabei die so genannte 'zwangsweise Schulzuführung' von den jeweiligen Schülerinnen und Schülern." ...
Nach Schulministerin Karin Wolff müssten die Schulen "allein schon im Interesse eines jeden ihnen anvertrauten jungen Menschen auf die Einhaltung der Schulpflicht achten." Leider wird per se nicht von einer Bildungsmöglichkeit außerhalb des Schulsystems ausgegangen, zumindest wenn mit Schulpflicht der Zwang zum regelmäßigen Besuch einer Schule gemeint ist. Außerdem: Wer "vertraut" den Schulen eigentlich die "jungen Menschen" an? Sind es nicht allein ihre Eltern, die für ihre Bildung verantwortlich sind? Dann sollten diese im Einzelfall nämlich auch das Recht auf andere Bildungskonzepte haben.
Quelle: Nordhessen24 am 9.1.2008 (http://www.nh24.de/content/view/9673/9/)

4. Januar 2008

Weitere Links im Kontext des BGH-Beschlusses

http://de.liberty.li/magazine/?id=4597 (Familie Landahl auf der Flucht)
http://de.liberty.li/magazine/?id=4559 (BGH-Urteil und die UN)
http://de.liberty.li/magazine/?id=4301 (Melissa Busekros)
Zu Homeschooling allgemein:
http://de.liberty.li/magazine/?id=4318 (Was Sie schon immer über Homeschooling wissen wollten)
http://www.homeschooling.de/  (Das umfangreichste und bekannteste deutsche Informationsportal)

3. Januar 2008

Bildung - Die Schicksalsfrage der Nation

Von Walter Wüllenweber
"Deutschland steckt alle Kraft in den Sozialstaat. Doch das reicht nicht. Geld zu verteilen schafft keine Gerechtigkeit. Sozialen Fortschritt gibt es nur, wenn wir endlich mehr Bildung wagen." ...
"An den Schulen ist die finanzielle Situation katastrophal. Klassenräume werden fast prinzipiell von Eltern gestrichen. Fördervereine erbetteln jedes Jahr rund 100 Millionen Euro für die Renovierung der vor sich hin gammelnden Schulgebäude. 85 Prozent aller Schulen haben nicht mal eine Bibliothek." ...
"Ergebnis: Ein Fünftel der 15-Jährigen kann nicht richtig lesen und nur ansatzweise rechnen. Von denen, die es zu einer Lehrstelle schaffen, bricht rund ein Viertel die Ausbildung wieder ab. Studenten sind da übrigens nicht besser: Abbrecherquote 25 Prozent. Bei der Produktion von Bildungsaussteigern und Bildungsversagern gehört Deutschland zur internationalen Spitzengruppe." ...
Quelle: http://www.stern.de/politik/deutschland/:Bildung-Die-Schicksalsfrage-Nation/605971.html

Rupprecht gegen Monopole von Privatschulen

Brandenburgs Schulminister Rupprecht (SPD) kann offenbar den "Vormarsch" von Privatschulen nicht verschmerzen. Er meint, ein Privatschulwesen "widerspräche dem Verfassungsauftrag, jedem Schüler in jedem Bildungsgang in erreichbarer Nähe ein staatliches Angebot zu machen". Daher möchte er jetzt rechtlich prüfen lassen, ob die Gründung von Privatschulen nicht einfach untersagt werden könne. Auch sollen wegen der sparbedingten Zusammenlegung und Zentralisierung von Schulen die zumutbaren Höchstgrenzen für Schulwege angehoben werden. Eine Entfernung zur nächstbesten Schule von 90 Minuten sei doch zumutbar. Im Klartext hieße das aber mindestens 3 Stunden Schulweg ohne freie Wahl des Schulkonzepts. An freie Bildungskonzepte ist nicht zu denken.
Quelle: http://www.ksta.de/html/artikel/1198883032136.shtml

Wichtigeres im Kopf als Stundenpläne

von Michael Gärtner
Quelle: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,1872,1404028_idDispatch:7295854,00.html
Artikel vom 4.9.2004 dazu: http://www.wiesbadener-kurier.de/feuilleton/objekt.php3?artikel_id=1599474

Der BGH-Beschluss zum Sorgerecht und seine neuesten Blüten

Enthüllender Artikel
Freie Bildung oder sich bildende Unfreiheit: Durch was ist der Rechtsstaat in Gefahr?

Bitte dem Link unten folgen, um den ganzen Bericht zu lesen. An dieser Stelle nur Auszüge:

... verdichten sich die Hinweise, dass es bundesweite schulministeriale Absprachen und Aufforderungen gibt, den BGH-Beschluß maximal gegen Homeschooler auszuschöpfen ...
Wie eigentlich nur bei politischen Fragen üblich wird hier bewußte Irreführung betrieben. Hieß es im BGH-Leitsatz noch, dass selbst Hausunterricht ein Mißbrauch der elterlichen Sorge sein könne, so wird der BGH nun falsch zitiert dahin, es sei ("ist") ein Mißbrauch des Sorgerechts, der Maßnahmen des Familiengerichts nach § 1666 BGB erfordere ("erfordert"). Das Schreiben des Bayrische Kultusministeriums läßt das kleine Wörtchen "kann" einfach weg. Anschließend fordert es dazu auf, entsprechende Verfahren einzuleiten. "Die Einleitung entsprechender Verfahren obliegt" den Jugendbehörden. Alle Schulen werden aufgefordert, bei dieser Art Schulpflichtverletzung "daher auf Grundlage von Art. 31 Abs. 1 S. 2 BayEUG den Jugendämtern eine entsprechende Mitteilung zu machen".
...
Wie man zu freien und staatlich unabhängigen Bildungskonzepten weltweit und auch in allen unseren Nachbarstaaten auch eingestellt sein mag, spätestens hier werden Menschen- und Grundrechte im eigenen Land mit Füßen getreten.
...
Das ministeriale Kommando erwies sich also als Startschuß zur Hetze auf alle Eltern, die ihren Kindern, aus welchen Gründen auch immer, Homeschooling erlauben. Die richtigen Schulschwänzer, also die mit Nähe zum Drogen- und Gewaltmilieu, aber ohne Zukunft, die brauchen Hilfe (möglicherweise auch durch ein Kinderheim), bekommen sie aber nicht. Stattdessen müßten nach dem Brief der Schulministerien sogar auch die zur Jagd freigegeben werden, die Kinder zum Austausch in hier nicht genehmigte Schulen im Ausland schicken. Eltern wie Lehrer machten sich der Kindeswohlgefährdung schuldig, wenn sie selbst hier wohnen, aber ihre Kinder nicht im Inland zur Schule gehen lassen. Kindeswohlgefährdend wäre wohl auch der Besuch eines ausländischen Internats, ohne dass das Kind in Deutschland abgemeldet ist (siehe z.B. die Kinder vieler Prominenter wie Gottschalk, Reinhard May oder Sammy Deluxe). Versuchen Sie aber mal, ein einzelnes Kind unter 16 Jahren in Deutschland abzumelden.
...
Der Hintergrund des BGH-Urteils legt sogar nahe, dass nur die hier so verhaßten und schulisch nicht angepassten Homeschooler zur Zielscheibe werden sollten. Lieber als das mag man aber eine gedankenlose Pauschalierung unterstellen, die dem Wohl und der Zukunft von Kindern angedacht war, die dem Druck ihres immer ungeliebteren Elternhauses in die noch ungeliebtere Schule zu gehen, nicht mehr standhalten können.
...
... Darunter fänden sich sowohl die Kinder des Popstars Will Smith, als auch z.B. die Kinder der US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama oder John Edwards wieder.
Bei englischen Behörden beispielsweise käme der deutsche Aufruf vergleichbar damit an, dass Kinder ins Kinderheim müssten, weil Mutter oder Vater Vegetarier seien.

Quelle: http://de.liberty.li/magazine/?id=4603

Liebe Netzlerner!

Guten Tag, eine gute Bekannte hat mich auf Sie aufmerksam gemacht, mit dem Hinweis, daß sie nicht weiß, ob Sie mir in meinem speziellen Fall helfen können: Ich bin alleinerziehende Mutter eines schwerstbehinderten, 5 Jahre alten, Mädchens.Meine Tochter leidet u. a. unter einer schweren Epilepsie, die durch Stressituationen meist extrem verschlechternd beeinflußt wird. Zudem hatte sie bereits viele Bronchitiden und Lungenentzündungen. Ende 2009 müßte sie eingeschult werden. Ich bin mir sicher, daß das meiner Tochter nicht gut tun würde, ja ihr sogar schaden würde, wenn sie täglich für viele Stunden von zu Hause getrennt würde. Sozialisierung- das Hauptargument der Schule und Therapeuten- wäre nach meinen Erfahrungen zu Hause in gewohnter Umgebung - viel schonender , unter Berücksichtigung der Gewohnheitsstrukturen meiner Tochter möglich, bzw. überhaupt zu gewährleisten. Für etwaige Infos bin ich Ihnen sehr, sehr dankbar.


Wie schütze ich mein Kind vor der staatlichen Bildungsmisere, wie vor Mobbing und Gleichmacherei.

Unser Sohn hat sich durch eine grenznahe Schule mit euregionalem, "fortschrittlichem" Bildungsangebot - in der es ein unüberschaubares Regelwerk zur ständigen Repression gab - genauso abgestoßen gefühlt, wie in einer Schule, in der 1. und 2. Schuljahr in einer Klasse unterrichtet werden und die dem Erstkläsler die Möglichkeit gibt, im dritten Schuljahr weiterzumachen, aber weder Leistungskontrolle noch Leistungsmotivation kennt und sich der Verrohung des Umgangs miteinander nicht gewachsen sieht. Seit Längerem überlegen wir unsere drei Kinder zuhause zu unterrichten, die eigene Schulbildung und gewonnene Lebenserfahrung dürften den über das Lehrplanniveau hinausgehende Fragen unserer Kinder eher befriedigen.


Sehr geehrte Damen und Herren, unser Sohn ist hochbegabt und hat Wahrnehmungsstörungen. Zur Zeit wird er in der 5. Klasse eines Gymnasiums nicht gefördert sondern von Lehrern und Schüler gemobbt. Wir denken an Homeschooling. Geht das im Gymnasium und wie am besten?

... Es ist so, dass wir auch gerne Homeschooling machen möchten, aber nicht alleine. Wir würden uns gerne mit anderen Kindern und Eltern treffen, daher hätten wir gerne etwas Auswahl. Auch würden wir dies gerne OHNE Gerichte, Strafen etc. machen wollen und suchen auch dazu ein geeignetes Bundesland....

Neues von Neubronners

„Wären wir die Bremer Stadtmusikanten, würden wir sagen: ‚Lasst uns ins EU-Ausland gehen – etwas Besseres als in Bremen finden wir überall!’“

Am Montag, 7.1.2008 verlässt Vater Tilman Neubronner mit den beiden Kindern Moritz und Thomas die Bremer Heimat. Der durch die massiven Drohungen der Behörde erzwungene Schulbesuch der Kinder im Dezember (siehe http://bildungsfreiheit.blogspot.com ) hat Kinder und Eltern nochmals darin bestärkt, diesen Schritt jetzt zu tun. Mutter Dagmar Neubronner bleibt in Bremen, um den Verlag weiterzuführen und in der Hoffnung, dass die Familie sich bald wieder hier vereinen kann.

Die Klagen und Beschwerden vor dem Bremer Oberverwaltungsgericht auf das Recht der Neubronner-Kinder, auch in Bremen frei zu lernen, laufen weiter. Der Bremischen Bürgerschaft liegt bereits eine Petition vor, alle Zwangsmaßnahmen bis zur endgültigen gerichtlichen Entscheidung auszusetzen. Nach einer positiven Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes könnte die Familie dann die im letzten Schuljahr erfolgreich erprobte Kooperationslösung fortsetzen.

Zuversichtlich stimmt Neubronners, dass das Bundesverfassungsgericht ihrer Beschwerde stattgegeben hat: Der Beschluss des Bremer Oberverwaltungsgerichtes, der Familie aufgrund „mangelnder Erfolgsaussicht“ Prozesskostenhilfe für ihre Klage auf das Recht ihrer Kinder zum freien Lernen zu verweigern, war verfassungswidrig und ist aufgehoben. Trotz dieser Erfolge versucht die Familie derzeit, ihr Haus zu verkaufen. „Zwei vollständige Haushalte in verschiedenen Ländern können wir uns nicht leisten.“

Was die Familie besonders ärgert:

„Bekanntlich leben derzeit in Bremen Tausende Dauer-Schulschwänzer ohne jede Bildung zu Hause praktisch unbehelligt – wir als engagierte Eltern von nachweislich bestens gebildeten und sozialisierten Kinder werden mit völlig überzogenen, existenzvernichtenden Zwangsmitteln aus dem Lande gedrängt, ohne dass die Behörde auch nur den Ausgang der juristischen Klärung abwartet. Die Begründung, sonst würden auch weniger engagierte Eltern das Recht auf Homeschooling in Anspruch nehmen, ist völlig abstrus – diese Eltern nehmen sich ja bereits jetzt heraus, das Recht ihrer Kinder auf Bildung zu missachten, und kommen damit durch. Diesen Kindern sollten die Bemühungen der Bildungssenatorin gelten, anstatt Bremen und Deutschland international der Lächerlichkeit preiszugeben durch das Verweigern einer zeitgemäßen und erfolgreichen Bildungsform, die weltweit immer mehr Familien begeistert.
Es steht für uns völlig außer Zweifel, dass auch in Deutschland wie im Rest der EU die Bildungsfreiheit letztlich kommen wird. Bremen hat die Chance, wenigstens innerhalb Deutschlands noch Vorreiter statt Schlusslicht dieser dringend notwendigen Öffnung zu einer vielfältigen Bildungslandschaft mit staatlichen Schulen, Privat- und Bekenntnisschulen und frei lernenden Kindern zu werden. Diese Chance wurde bis jetzt offenbar noch nicht erkannt – schade!“

Derzeit verlassen zahlreiche weitere Familien mit frei lernenden Kindern das Land, die meisten in aller Stille. Ihnen stehen sämtliche Länder der EU offen – schon gar nicht wird Homeschooling irgendwo sonst kriminalisiert und verfolgt wie in Deutschland. Der Familie Neubronner liegen Einladungen aus mehreren Ländern der Europäischen Union vor.

Klagen über deutsche Jugendämter

Klage der NGOs (Nichtregierungsorganisationen) über die deutschen Jugendämter im Europäischen Parlament
Quelle und Film: http://video.google.fr/videoplay?docid=-8877786064054699744
Jugendämter in Deutschland haben keinerlei Fachaufsicht. Dieser Umstand ist wie der strafbewehrte Schulzwang eine Hinterlassenschaft der Nazis. Kinderklau, also wohlgemeinte, aber rechtswidrige Verbringung Minderjähriger in Psychiatrie und Kinderheim, ist die mögliche und recht häufig auftretende Folge. Neben Fällen wie Tom Schmidt in Meppen(beschrieben im letzten Zeit-Magazin Leben auf den Seiten 20-28) trifft es dabei auch absolut integere Familien wie z.B. die von Melissa Busekros in Erlangen.