9. Mai 2008

Interessante Links

Die Stunde der Idioten
Fünf Minuten vor der Wissensgesellschaft drehen wir die Uhren zurück: Das Bildungssystem versucht, Wissen und Kreativität zu industrialisieren.
Das schafft jede Menge Auftrieb für Hohlköpfe.
1. Der Zweck der Bildung ...
2. Warum wir immer blöder werden (und wozu) ...
3. Tote Hühner ...
4. Die Wiederkehr des alten Fritz ...
Der amerikanische Pädagoge John Taylor Gatto hat die Gründe für den Siegeszug dieses Modells im Industrialismus so beschrieben: Das System ziele darauf ab, "mittelmäßige Geistesschärfe zu produzieren, um das innere Leben zu verkrüppeln, um den Schülern nennenswerte Führungsqualitäten zu verweigern und um fügsame und unvollendete Bürger zu garantieren", kurz und gut, "um das gemeine Volk , kontrollierbar' zu machen". Man kann sich bis heute im Land überall davon überzeugen, wie erfolgreich das System war und ist. ...
5. Bildung und Beweglichkeit ...
6. Bildungsinzest ...
7. Schein-Bildung ...
8. Freischwimmer ...
Quelle: brand eins 5/2008


Vom Verschwinden der grauen Herren
Ein System verliert seinen Einfluss in dem Maße, in dem man sich von ihm unabhängig macht. Es ist nicht notwendig und sogar kontraproduktiv, dagegen anzukämpfen. Das System löst sich vielmehr ‘von selbst’ in Rauch auf, sobald man die Angst vor ihm verliert und niemand mehr an es glaubt.
Quelle: Gedankenhabitat am 03.05.2008
YouTube: Ein sehr interessantes Interview mit Prof. Jeanpol über offene Lernkonzepte, die für Homeschooler lange bekannt und erprobt sind.
Quelle: Jeanpol's Weblog am 06.05.2008
Anfragen an die Abgeordneten Frankenhauser (CSU) bezüglich Homeschooling und Stinner (FDP) bezüglich Bildungsfreiheit und ihre ziemlich enttäuschenden Antworten
Quelle: Abgeordnetenwatch am 30.04.2008
Schulen in der Radarkontrolle
Schulradar.de benotet Schulen: Eltern interessiert - Kritik von Pädagogen
Nach Lehrern müssen sich nun ganze Schulen Benotungen im Internet gefallen lassen - Verbände warnen vor einem Ranking mit bösen Folgen. Seit es spickmich.de gibt, ist die Aufregung groß in deutschen Lehrerzimmern.
Quelle: ZDF heute.de am 05.05.2008
E-Learning for Kids : English language courses
Auf der Unterseite von `E-Learning for Kids` können Kinder zwischen 5 und 12 Jahren ihre ersten Wörter auf Englisch lernen. Themen sind u.a.: `My house`, `Camping`, `What`s your name?`, `Where are we?`
Quelle: Deutscher Bildungsserver am 08.05.2008
Erstaunlich: Der Deutsche Bildungsserver verweist unter der Rubrik "Bildung weltweit" wie selbstverständlich auf Organisationen und Netzwerke für Fern- und Homeschooling in aller Welt hin, die doch nach deutschem Recht für ungeeignet gehalten werden sollen.
Quelle: http://bildungssysteme-international.dipf.de/ z.B. unter Freitext="distance"
Selfmade-Abi: Wir sind unsere eigene Schule
Ein Bericht von Lenya Bock, Selbstlernerin aus Freiburg
"... Auch wenn es komisch klingt: Das Abitur ist nicht das eigentliche Ziel unseres Projekts. Jeder einzelne hat seine eigene Motivation. Was uns verbindet, ist ein großer Idealismus. Den könnte nur das Ziel "Abitur" niemals rechtfertigen. Ich war erstaunt, wie wenig mir im Endeffekt die Prüfungen bedeutet haben. ..."
Quelle: Spiegel Online am 7.05.2008

Versagen im Schulwesen

Schulpolitik: Leere Truhen – Ende einer Geisterdebatte?
Die Beweislast ist erdrückend, der Tatbestand bekannt, das voraussichtliche Strafmaß gerecht: «Rein in die bildungspolitische Mottenkiste!» Lebenslänglich? Auf der Anklagebank sitzen keine gewöhnlichen Täter, sondern ein paar verstaubte Kisten. Inhalt: Ideologien, ausgediente Weltanschauungen – Gespenster. Tatmotiv unbekannt.
Quelle: Erziehungstrends.de am 04.05.2008


Vor lauter Schule fehlende Kernkompetenzen
Drei Viertel der 10- bis 13-Jährigen können die Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter nicht mehr unterscheiden. Nur die Hälfte kann von 11 Gerüchen mehr als 8 richtig erkennen. Dies ist das Ergebnis einer AMA Marketing-Studie, wofür unter der Leitung des Lebensmittelwissenschafters Klaus Dürrschmid von der Universität für Bodenkultur insgesamt 385 Kinder in 18 Schulen getestet wurden. ...
Quelle: Wiener Zeitung am 06.05.2008

Familien und Kinder

Überfordert und schlecht ausgestattet
Die Wirklichkeit in deutschen Kindergärten
Die Regierung will künftig mehr und bessere Kinderbetreuungsplätze. Doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft eine tiefe Lücke. Denn schon für die vorhandenen Einrichtungen gibt es zu wenig Geld und zu wenig Personal.
Quelle: ZDF Monitor am 05.05.2008


Achtung: Zugriff - Die Erziehungsgewalt liegt beim Staat
Familiengerichte sollen - anhand anstehender Gesetzesänderungen - auch “ohne den Nachweis des elterlichen Versagens” in die Lage versetzt werden Massnahmen zum “Wohl des Kindes” anzuordnen. Damit werden Hilfeleistungen nicht mehr an das Versagen der Eltern geknüpft und können somit willkürlich entschieden und bestimmt werden.
Was dies im Einzelnen bedeutet ist nicht mehr als das dem Staat allein obliegt zu interpretieren ob es einem Kind gut oder schlecht geht. Ein individuelles Erziehungsrecht für Kinder durch die Eltern ist aus Artikel 5 der UN-Konvention () über die Rechte des Kindes abzuleiten. Durch die Umgehung einer Veränderung im Grundgesetz wird der Artikel der Konvention allerdings zu einer Farce. ...
Update: Was “ohne den Nachweis des elterlichen Versagens Massnahmen zum Wohl des Kindes anzuordnen” auch bedeuten kann - wenn es mit Vorwürfen zu weit geht, zeigt dieses perfide, aber lesenswerte Beispiel: ...
Quelle: Radio Utopie am 04.05.2008

Leserechos

Ich möchte mich bedanken für die regelmäßige Kurzinfos... da steckt einiges an Info drin und die Zeit, die du rein steckst, schätze ich sehr.
Noch ein interessanter Link: http://bildungundgutesleben.blogsome.com/ (Bibliotheken als Bildungseinrichtungen)
Einen schönen Mai wünsche ich, A.S.


Ich möchte dir einfach mal ein dickes DANKE schicken- mit ganz herzlichen Grüßen aus der Pfalz- für deine hervorragende Arbeit und die vielen Infos, die du zusammenträgst!!!Ich freue mich immer über die Kurzinfos! ... LG A.
Lieber Jan, die Anhänge des BVNL bei der aktuellen "Kurzinfo" über eine Aktion "Für ein Menschenrecht auf Bildung" finde ich sehr interessant und wichtig ! Dies könnte ein Ansatz sein um die aktuell total verhärtete Front zum Thema "Homeschooling" aufzuweichen. Hier könnten auch viele Unterstützer gefunden werden da ein allgemeines, breites Thema (Bildungsfreiheit) aufgegriffen wird, welches ja "Homeschooling" als Teilbereich beinhaltet. Aus meiner Sicht sollte man bei dieser Aktion dranbleiben und auch weiter berichten. Die Ziele sind sehr professionell definiert und auch der Europäische Verband "Effe" unterstützt diese Aktion deut-lich. Für mich ist diese Aktion ein echter Lichtblick !!! Herzliche Grüsse: D.
Hallo Herr Edel, ich finde es super, was sie leisten, dass muss man Ihnen lassen. Eines habe ich aber im letzten Rundschreiben nicht verstanden - aber vielleicht sind wir zu Unschooler-ig drauf. Warum unsere Kinder Tyrannen werden - warum haben sie dieses Buch aufgeführt? Ich habe es zwar nur an manchen Stellen quergelesen, um die Quintessenz zu ergreifen, jedoch war es nach meinem Verständnis sehr altbackene, pro-schul, pseudo-Pädagogik (z.B. fallen Sie nie dem Lehrer Ihrer Kinder in den Rücken). Mit Rücksicht auf ihre Zeit brauchen Sie diese Frage nicht zu beantworten. Vielleicht schaue ich noch mal in das Buch rein. Vielleicht erklären sie es auch im nächsten Rundschreiben.
Vielen Dank für alles und mit freundlichen Grüßen R.

Ich hatte von dem Buch über eine Sendung im Radio (WDR5) erfahren. Dort war auch ein kritisches Interview der Moderatorin mit Prof. Dr. Winterhoff zu hören. Ich fand es sehr interessant und dachte mir, andere sollten sich auch ihre Meinung dazu bilden, denn einfach nur alte, schwarze Pädagogik ist es nicht, wofür dieser Winterhoff plädiert. Empfehlen wollte ich aber keinesfalls seine Meinung.
Viele Grüße, Jan Edel

4. Mai 2008

Homeschooling: Für's Leben gern lernen!

Zwischenbericht von Neubronners
Liebe Leute, endlich bin ich mit meinem Freilerner-Buch soweit fertig, und Tilman sitzt am Layout. So wie es aussieht, hat das Buch nun mit allen Anmerkungen, Zitaten aus Behördenschreiben und Gesetzestexten, Briefen an uns usw. doch gut 300 Seiten. Der größte Teil des Buches beinhaltet natürlich meinen Bericht.Wir sind seit kurz nach Ostern hier in Südfrankreich. Leider ist das Internet hier so langsam (Modem), dass ich es nicht mal schaffe, mich in diesen BLog hier einzuloggen. Dabei haben Tilman und sein neuer Nachbar schon Stunden auf dem Dach vebracht, um die Satellitenschüssel auszurichten, während ich im Büro mit die Computerstimme angehört habe, die ständig"Null... Null...Null" sagte. Wenn sie was anderes gesagt hätte, wäre es meine Aufgabe gewesen, laut zu schreien.Es geht uns wunderbar, wir wohnen bei Freunden auf einem großen Hof und haben mehr Platz als vorher. Wir haben zwar den Plan, uns auch noch England und Irland anzuschauen und vor allem dort all die vielen Freilerner kennenzulernen, noch nicht aufgegeben, aber da muss es schon sehr schön sein, um Tilman und die Kinder hier wieder wegzulocken. Die Kinder und ich sind dabei, reiten zu lernen, Moritz übt täglich Bogenschießen und hat angefangen, eine lange lange Geschichte zu schreiben. In den ersten Tagen lud er mich täglich ein zu lesen, was er neu geschrieben hatte, allerdings nur unter der Bedingung, dass ich auf keinen Fall veröffentliche oder darüber erzähle. Beide arbeiten gemäß einer Vereinbarung mit unseigenständig mit dem PC-Programm "Martins Lernwerkstatt", damit sie in Mathejahrgangsgemäß fit bleiben. Da gibt es ein Protokoll, aus dem ersichtlich ist, wann sie was gearbeitet haben, so dass sie und wir jederzeit den Überblick haben, was noch zum Stoff der jeweiligen Klasse gehören würde. Jetzt, wo der Druck weg ist, entwickeln sie von sich aus den Wunsch, auf dem LAufenden zu bleiben. Der Sohn unseres deutschen Nachbarn ist elf wie Moritz, und die Drei haben schon komplexe neue Spiele enwickelt. Wie es darüber hinaus weitergeht, wissen wir noch nicht. Jetzt sind wir erstmal hier und genießen die Freiheit, die Schönheit, den Platz, die Natur und all das in vollen Zügen. Unsere Petition an die Bremische Bürgerschaft, bis zur gerichtlichen Klärungunseres Anliegens der Bildungsfrieheit verfolgungsfrei in Bremen bleiben zukönnen, ist abgelehnt worden. Es sei deutlich geworden, dass wir im Falle einer negativen Gerichtsentscheidung uns dieser nicht beugen, sondern ins Ausland gehen bzw. dort bleiben wollten, und insofern gebe es keinen Anlass für eine Übergangsregelung. Schade! Wir würden nach wie vor am liebsten in Bremen leben, keine Frage. Aber vorerst müssen Tilman und die Kinder sich wohl im Exil einrichten. Es ist, wie gesagt, ein Luxus-5-Sterne-Exil, aber Zuhause ist Zuhause... Herzliche Grüße soweit von Dagmar Neubronner

Interessante Links

"Wenn du dich wirklich für etwas interessierst, lernst du es viel besser, als wenn ein Lehrer dir vorschreibt, Mathe oder was auch immer zu lernen."
Ben Sheppard, 17, Schüler der Booroobin Sudbury School, Australien
Stell dir eine Schule vor, in der Schüler jeden Alters selbst entscheiden, womit sie ihre Zeit verbringen, und in der Entscheidungen von allen gemeinsam demokratisch getroffen werden. Sudbury-Schulen sind solche Schulen.
Weltweit gibt es mehr als 30 davon. Die älteste, die Sudbury Valley School in den USA arbeitet seit 38 Jahren erfolgreich nach diesen Grundsätzen.
Selbstständiges Arbeiten und Lernen findet sich auch im Hausunterricht, auch “Homeschooling” genannt, wieder. ...
Quelle: http://schul-kritik.de/2008/04/28/sudbury-schulen/


Bildungs- statt Schulpflicht
16-Jähriger überzeugt im Landeswettbewerb "Jugend debattiert"
Christoph Kuhlow (16) beherrscht die hohe Kunst der Diskussion.
LÜBZ/SCHWERIN - Gerade mal zwei Minuten hatte Christoph Kuhlow Zeit, seinen Standpunkt zu der Frage, ob die Schulpflicht durch eine Bildungspflicht ersetzt werden sollte, darzulegen. Seine Argumente, dass Bildung zu Hause individueller gefördert werden könne, dass Schulpflicht ein Eingreifen des Staates in die persönliche Freiheit eines Menschen bedeute und die Eltern selbst entscheiden sollten, erörterte er gegenüber dem Plenum überzeugend, sachlich und ausdrucksstark.
Seine Gegner im Schweriner Landtag ließ er am Ende sprachlos zurück (Anm. d. Red.: Kein Wunder, der deutsche Schulzwang ist angesichts guter Bildungsalternativen mittlerweile lächerlich).
Die Debatte, die er am Montag im Plenarsaal des Landtages vorangetrieben hat, brachte dem 16-jährigen Schüler des Eldenburg-Gymnasiums den Sieg im Landeswettbewerbs "Jugend debattiert" in der Sekundarstufe I ein.
Quelle: Schweriner Volkszeitung am 30.04.2008
Schule und Internet: Leichter Lernen mit dem Laptop?
Was ist eLearning? Und was bringt es? Mehr Eigeninitiative, Internationalität und Individualität, meint ein Tiroler Experte. „Die Schüler behaupten, dass sie in eLearning Projekten mehr lernen und motivierter sind“, sagt Peter Leitl, Leiter des eLearning Cluster Tirols – und bringt damit auf den Punkt, warum auch er von der modernen Unterrichtsmethode begeistert ist. ...
Quelle: Die Presse am 27.04.2008
Wie sieht die Schule der Zukunft aus?
Jede Landtagspartei bietet ein eigenes Bildungsmodell an. Schulentwicklungsforscher Wilfried Bos aus Dortmund bewertet die Angebote. Er selbst rechnet mit einem Zwei-Säulen-System. ...
Professor Wilfried Bos, Direktor des Dortmunder Universitäts-Instituts für Schulentwicklungsforschung, bemerkt dazu erst einmal: "Die Frage nach der richtigen Schulform ist eine Frage zweiter Ordnung. Sie gehört eigentlich in den Hintergrund. Alle Anstrengungen müssen zuerst auf die Verbesserung des Unterrichts gerichtet werden. Darin ist sich die Wissenschaft seit zehn Jahren einig." ...
Quelle: Die Welt am 27.04.2008
„Lehrpläne gehören auf den Müll!“
Von Reinhard Kahl
Hat der Streit um G 8, das um ein Jahr verkürzte Gymnasium am Ende eine reinigende Wirkung auf unsere Schulen? Bildungsministerin Annette Schavan meint: Weniger ist in der Bildung häufig mehr.
Quelle: Die Zeit am 14.04.2008
Nationale Homeschool-Konferenz in Polen diesen Monat - Regierung wohlwollend
Am 7. März traf Andrzej Polaszek, ein Ältester der Evangelisch-Reformierten Kirche in Polen, das Polnische Bildungsministerium und stellte die geplante Nationale Konferenz zu Homeschooling vor. Andrzej sprach 1 1/2 Stunden mit der Ministerin über die am 28. April stattfindende Home Education Konferenz, bei der auch Dennis Tuuri einer der Sprecher sein wird. Es sein ein sehr gutes, ermutigendes Gespräch gewesen. Die Ministerin, ehemals Direktorin einer privaten Volksschule, sei sehr aufgeschlossen gegenüber jeder nichtstaatlichen Form von Bildung gewesen. Dank ihr wird die Konferenz im polnischen Parlamentsgebäude stattfinden können, was eine hohe Medienaufmerksamkeit nach sich ziehen werde. Sie lud Andrzej auch in den Ausschuss zur Ausarbeitung eines neuen Bildungsgesetzes für liberalere Regelungen für Homeschooling ein. Auch die Gründung kleinerer Privatschulen sollen in Zukunft noch viel einfacher gemacht werden. Man hofft, das neue Gesetz könne schon innerhalb eines Jahres vom Parlament angenommen werden.
Quelle: http://www.crechurches.eu/Poland.php und http://crechurches.eu/2008.php
Ein weiterer Grund für schulfreie Bildungsmodelle?
Die Fahrten zur Schule erzeugen am meisten CO2, wie Ravensburger Schüler und LehrerInnen durch eine eigene Studie an ihrer Schule herausfanden. Danach werden zwei Drittel von jährlich 845 Tonnen des klimaschädlichen Gases - insgesamt 560 Tonnen - bei den Fahrten zur Schule und nach Hause in die Luft geblasen.
Quelle: Schwäbische Zeitung am 30.04.2008

Literatur / Termine

Hip-Hop für die Bildung
Von Blitzen, Flügen über Eisberge und wie man Jonglieren lernen kann: Die TU Berlin präsentiert eine bunte Wissenschaftsschau

Während der Langen Nacht der Wissenschaften am 14. Juni werden an der TU Berlin auch in diesem Jahr wieder die Tore zahlreicher Institute, Sammlungen, Werkstätten und Labore geöffnet. Zwischen 17 und 1 Uhr in der Früh winkt ein spannendes Programm mit zahlreichen Veranstaltungen und Präsentationen aus den verschiedenen Forschungsgebieten der Universität.
Quelle und Artikel: Tagesspiegel vom 26.04.2008


Michael Winterhoff: Warum unsere Kinder Tyrannen werden
Sind unsere Kinder überhaupt noch zukunftsfähig? Zündstoff für eine grundlegende gesellschaftliche Debatte. Charakterstudie einer Gesellschaft mit psychischem Defekt - eine ebenso überraschende wie erschreckende Analyse
Kleinkinder außer Rand und Band, Zehnjährige, für die Respekt vor Eltern und Lehrern ein Fremdwort ist, 17-Jährige, die nicht mehr arbeitsfähig sind - Kinder an die Macht? Gesellschaftliche Fehlentwicklungen und eigene Probleme von Erwachsenen verhindern, sich abgegrenzt und strukturierend gegenüber dem Kind zu verhalten und diesem dadurch eine normale Entwicklung seiner Psyche zu ermöglichen. Stattdessen wird es zunächst partnerschaftlich, dann symbiotisch vereinnahmt und kann niemals eine eigene Persönlichkeit entwickeln.
Quelle und qualifizierte Rezensionen bei Amazon
eTwinning fördert europäische Schulpartnerschaften, die über das Internet geknüpft werden. „e“ steht dabei für „elektronisch“ und „Twinning“ für „Partnerschaft“. Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen, -fächer und Jahrgangsstufen können sich mit ihrer Klasse beteiligen. Wer bereits eine Partnerschule hat, kann den Kontakt per Internet vertiefen. Wer eine neue Partnerschule sucht, kann sich eine passende Schule in den 29 teilnehmenden Ländern Europas aussuchen.
Mittels einer einfach zu bedienenden Internetplattform tauschen sich zwei oder mehrere Partnerklassen über ein gemeinsames Unterrichtsthema aus. Jede Partnerschaft nutzt einen eigenen geschützten „virtuellen Klassenraum“, den TwinSpace. Dort können Lehrer und Schüler z. B. per E-Mail, Chat und Dateiaustausch zusammenarbeiten. Die Arbeitsergebnisse werden auf einer gemeinsamen Webseite präsentiert. So lassen sich Fremdsprachenerwerb, Medieneinsatz und interkultureller Dialog lebendig miteinander verbinden.
Gefördert wird die eTwinning-Aktion im Rahmen des Programms für lebenslanges Lernen der Europäischen Union. Die Teilnahme ist kostenlos und einfach, die Anmeldung dauert nur wenige Minuten.
Quelle: http://www.eun.org/portal/index.htm und dt. PDF Guide
Kampagne für Freiheit und Vielfalt im Bildungswesen
In unserer Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft unserer Kinder wird gebeten, die FÜNF FORDERUNGEN der Initiative „Freiheit und Vielfalt der
Bildungswege“ (siehe Anhang) mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen.
In einem freien Bildungswesen sind alle Formen des Lernens gesetzlich möglich, ob in
staatlichen oder privaten Schulen, in freien Zusammenschlüssen oder auf individuelle
Weise. Die Aufsichtspflicht des Staates bleibt erhalten. Ein Schulwesen dieser Art
entspräche endlich auch der UN-Kinderrechtskonvention, die für Kinder eine
Bildungspflicht, keinesfalls den Schulzwang fordert.
Das Schulwesen in Deutschland ist in der Krise. Freiheit und Vielfalt im Bildungswesen
ist in ganz Europa und den meisten Demokratien weltweit möglich. Studien aus diesen
Ländern belegen den Erfolg einer Bildungspflicht – ohne Schulbesuchspflicht.
Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie die Forderung für ein Menschenrecht auf Bildung!
Quelle: http://www.bvnl.de/mediathek/?cid=41
Unterschriftenliste unter http://www.bvnl.de/mediathek/?view=details&mid=125

Familien und Kinder - Novelle §1666 BGB

Aufgrund der Mail- und Faxaktion von letzter Woche zur Novelle des §1666 BGB hat es viele beschwichtigende (meist standardisierte) Antworten von Bundestagsabgeordneten gegeben. Im Gegenzug hier ein Beispiel eines Nachhakens:

Sehr geehrte Frau Lambrecht,
vielen Dank für Ihre Zuschrift vom 25.04.2008 zur Novelle der §§1666ff BGB. 
Soweit Sie ausführen, sind mir die Hintergründe für den Gesetzesentwurf bestens bekannt (und das Gesetz damit natürlich auch verständlich).
Was ich aber beanstande ist Folgendes:

1. Mit den Erleichterungen wird weiterer Willkür Tor und Tür geöffnet. Willkür, mit der man schon ohne dieses Gesetz genug zu kämpfen hat, wenn es um Eingriffe in das elterliche Sorgerechts geht (Ich rede aus der Erfahrung vielfältiger Beobachtung von Fällen).

2. Ihnen ist bei den Erläuterungen zum Gesetz offensichtlich entgangen, dass es rechtlich bereits reichlich Gelegenheit gibt, in verschiedener Weise vorzubeugen und in das Sorgerecht der Eltern einzugreifen. Das steht sogar in den Erläuterungen zum Gesetz. Gesetzliche Änderungen zur Beschleunigung der Verfahren führen also eher zu Irrtümern. Verbesserung zum Wohl der Familien ergäbe daher bestenfalls nur mehr Unabhängigkeit und eine personell bessere Ausstattung der Instanzen.

3. Vor allem scheinen Sie nicht durchschaut zu haben, dass auch die letzte Konsequenz, der Sorgerechtsentzug nun aufgrund eines einfachen Gutachtens eines Lehrers oder eines Mitarbeiters des Jugendamtes durchgeführt werden kann!! Ein etwas objektiveres Gutachten eines Arztes/Psychiaters mit entsprechenden Testungen ist nun überhaupt nicht mehr nötig.

4. Das neue Gesetz vernachlässigt in unzumutbarer Weise, klar die Maßstäbe für "Kindeswohl" bzw. seine Gefährdung zu definieren. Wo sind die Grenzen für Kindeswohlgefährdung??? In Anlehnung an internationale Maßstäbe kann es z.B. bloße oder besonders begründete Verweigerung eines Schulbesuchs NICHT sein. In keinem Land der Welt sonst gibt es Schulbesuchszwang, denn es werden vielfältige Bildungsalternativen akzeptiert. (Ich würde Sie eingehend darüber informieren können, wenn Sie wollten).

5. Mit dem neuen Gesetz wird in einzigartiger Weise die Durchsetzung der Schulpflicht auf Bundesgesetzebene genannt, wo sie wegen der Länderkompetenz keinesfalls hingehört. Das neue Gesetz wurde also auf Kompetenzüberschreitung hin NICHT überprüft und steht so im Konflikt mit dem Gesetzgeber auf Länderebene, der das Recht und die Möglichkeit behalten sollte, die Schulpflicht z.B. als Bildungspflicht für Eltern zu begreifen und verschiedene Möglichkeiten des Bildungserwerbs OHNE oder mit eingeschränktem Schulbesuch zu entwickeln.

Alles in allem haben Sie mich durch Ihr Schreiben in keiner Weise darüber hinwegtäuschen können, dass mit dem neuen Gesetz nun nicht auch härtere Eingriffe "erleichtert" stattfinden können. Eindeutige Grenzen für Kindeswohl und dessen Gefährdung hätten das neue Gesetz gut und unspektakulär werden lassen. So wie es jetzt formuliert und erklärt wird, kann dem jugendamtlichen Missbrauch (und den gibt es in Deutschland in einzigartiger Weise) und dem unterstellenden Irrtum von Lehrern und Nachbarn nicht besser Einhalt geboten werden. Theoretisch kann nun jeder herkommen und Sie, statt Sie als Freund und Nachbar zu beraten, anzeigen, weil Sie aufgrund Ihrer Reisetätigkeit und Ihres außerfamiliären Engagement im Bundestag ihr Kind vernachlässigen. Man könnte behaupten, Ihr Kind könnte in einer Wochenkrippe besser "gefördert" werden und das Gutachten eines befreundeten Pädagogen reichte aus, Ihr Kind der Obhut des Jugendamtes zu übergeben. Bitte lesen Sie hierzu die versteckten Details und Auslassungen im Gesetzentwurf genau nach. Für mich bleibt das ganze Ding ein zum Papiertiger getarnter Wolf im Schafspelz, der in der Öffentlichkeit mit einem (lange vorbereiteten) Lügenkorsett fein gemacht wurde - ganz bewusst oder unwissend.

Über eine dialogische, in der Sache durchdachte Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen,
Jan Edel

Schul(system)versagen: Erst die Schule, dann der Schüler

Drakonische Strafen gegen Schulverweigerer haben versagt: 5.206 Ordnungswidrigkeitsverfahren, 730 Arreststrafen 2007 in Sachsen
Man fühlt sich an Tom Sawyer erinnert und seine Liebe zur Schulbank. 5.206 "Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verletzung der Schulpflicht" gab es 2007 in Sachsen. So gezählt hat es das Kultusministerium auf Anfrage der FDP-Fraktion. Oder besser: des Dresdner FDP-Abgeordneten Torsten Herbst. Er fragt jedes Jahr. Und ist jedes mal aufs Neue frustriert. {... aufschlussreicher Artikel ...}
Und um auf einen Typen mit Namen Tom Sawyer zurückzukommen: In diesem Lausbuben, der mehr als nur fünf Tage im Schuljahr lieber auf Abenteuer ausging als in der Schule zu sitzen, steckt natürlich ein Teil Kindheitsbiographie des wirklichen Samuel Clemens, der sich als erfolgreicher Schriftsteller Mark Twain nannte.
Das schulpolitische Denken in Sachsen ist selbst aus dieser Perspektive betrachtet von Vorgestern.
Quelle: lizzy online am 26.04.2008


Brandstiftung
Abitur-Prüfungsraum in Schule angezündet
In einer Schule in Tempelhof brannte es in der Nacht zu Sonntag. Ein brennender Gegenstand war durch die Scheibe in den Physikraum geworfen worden. Wahrscheinlich geschah so etwas nicht zum ersten Mal – und erneut kurz vor den Abiturprüngen. ...
Quelle: Die Welt am 27.04.2008
"Illegale" Kinder
FDP fordert Schulbesuch für alle
Schulpflicht für alle - das fordert die FDP.
Hessens Liberale wollen auch Kinder ohne Aufenthaltsrecht in die Schule schicken. SPD, Grüne und Linkspartei signalisierten am Montag ihre Zustimmung zu einer entsprechenden Initiative. Nur die CDU äußerte sich zurückhaltend. ...
Hintergrund ist, dass Asylbewerber nicht einmal zur Schule dürfen, geschweige denn ihr Recht auf Bildung in Deutschland bekommen (siehe auch Munoz' UN Rapport).
Quelle: HR Online am 28.04.2008

Leserechos

1. Sehr geehrter Herr Edel, angesichts des neuen Kinderschutzgesetzes stellt sich mir die Frage, ob nicht bei allen zuständigen Jugendämtern der Bundestagsabgeordneten mit Kindern der gutachterliche Antrag gestellt werden sollte, den Bundestagsabgeordneten das Personensorgerecht an den Kinder wegen zu häufiger Abwesenheit des jeweiligen Elternteils bei Sitzungen im Bundestag zu entziehen. Die Kindessorge dieser Abgeordneten muss jedenfalls bezweifelt werden. Wäre es Ihnen möglich, die Abgeordneten mit Kindern ausfindig zu machen, damit wir sie auf den bevorstehenden Entzug der Personensorge nach § 1666 und gemäß dem soeben verabschiedeten Gesetz (Kinderförderungsgesetz) aufmerksam machen können. Die notwendigen Gutachten können ja Sie oder ich jederzeit verfassen, ggf. sogar als „Mustergutachten“.  Mit besten Grüßen F.R.


2. Hallo Herr Edel, danke für Ihre Arbeit und Ihre Infos. In dem Absatz "In Zukunft ist kein "elterliches Versagen" ... heißt es später ...Sondern der Staat legt vom Zeitpunkt der Geburt an fest, ... Vor Jahren schon wurden in den USA Schwangere zwangsweise in Kliniken gebracht, wenn sie äußerten den ärztlich verordneten Kaiserschnitt abzulehnen und eine natürliche Geburt versuchen wollten. Was ist mit zwangsweiser Schwangeren-"Vorsorge" (Vorsorge ist hier in Anführungsstrichen weil bei Vorsorge bei Hebammen keine Frau jedesmal vaginal untersucht wird, bzw. nur auf Wunsch der Frau, bei Frauenärzten schon, die Praxis muß sich ja rentieren. Wie viele Frauen nach der "Untersuchung" beim Frauenarzt = Rumgefingere im Muttermund ins Krankenhaus wegen Blutungen eingeliefert werden ...) Was ist mit Impfungen und der chemischen Keule der Kinder-Pharmadealer? Dieser Olaf Scholz (auch kinderlos wie Zypries und Schavan) hat doch vor Jahren sich verplappert als er sagte, sie wollen die Hoheit über den Kinderbetten!!! Dieses Land wird von irren Volksverrätern regiert. Ich kann nur noch dieses Land verlassen. Wann zeigen endlich mal Eltern diese Behörden an wegen Kinderarbeit (täglich 6- 9 Stunden Beschäftigung mit Schulunterricht und Hausaufgaben) und Nötigung (Psychodruck für Kinder), anstatt ihren Kindern chemische Drogen zu geben, damit diese in dieses menschenverachtende System eine Weile weiter hinein passen bis sie zusammenbrechen. Ich kann nur bestätigen, daß seit meine Kinder nicht mehr in die öffentliche Schule gehen, sie zufrieden und ausgeglichen sind und häusliche Pflichten erledigen sie mit Freude und von selbst. Die Kinder waren von der Schule nur platt und ausgebrannt. Jawohl, das kapiere ich jetzt erst. Das was die Herren und Damen Lehrer für sich in Anspruch nehmen, das ausgebrannt sein, das geht unseren Kindern genau so. Die Schule trägt den Unfrieden in die Familien, damit wir uns nun nicht einmal mehr wehren sollen nun dieses Gesetz. Diese Behörden-Leute können nun ja auch argumentieren, die Eltern beeinflußen ihre Kinder gegen Schule also zum "Schutz" der Kinder weg von solchen Eltern. Da ist natürlich Mißbrauch Tor und Tür geöffnet und der Beamte hat immer recht. Ich ekele mich regelrecht vor solchen Beamten und Politiker. Viele Grüße J. L.
3. Hallo, nur ganz kurz, wenn sich Ute aus Rostock mit uns-wohnen ja auch Nähe Rostock in Verbindung setzen möchte, würde ich mich freuen, wenn Ihr unsere email bzw. Tel.Nr. .. weiterleitet bzw. uns Utes mitteilt, wir machen ja auch bald wieder-am 7.6. ein Treffen in Rostock, was für sie vielleicht interessant wäre..Liebe Grüße und vielen vielen Dank für Eure Arbeit!!!!