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24. Oktober 2008

Literatur, Studien und Termine Ausgabe #45

Schulpflicht und Bildungsfreiheit in Europa
Nicht nur in Deutschland gibt es die so genannte "Schulpflicht". Doch nur in Deutschland wird sie in der Praxis als Schulzwang ausgelegt. Wie sieht die europäische Bildungslandschaft aus? ...
Quelle: Gratis Download am 20.10.2008 von www.unerzogen-magazin.de


Zum neuen Buch "Etikettenschwindel Familienpolitik"
Lufthoheit der Eltern
...Elterngeld und Krippenoffensive suchen mit erheblichen materiellen Anreizen und massivem Medieneinsatz ein neues familienpolitisches Leitbild zu implementieren, das sich aus einer Verbindung von wirtschafts- und geschlechterpolitischen Motiven speist: die Familie mit möglichst vollerwerbstätigen Eltern - vor allem auch Müttern - und spätestens ab dem zweiten Lebensjahr außerfamiliär betreuten Kindern. Diese Politik hat die Union ins Mark getroffen und wirft in der Tat grundsätzliche gesellschaftspolitische Fragen auf, denen sich Martin Lohmanns "Zwischenruf" widmet.
Man muss kein Anhänger des suggestiven Hauruckstils oder des ostentativen Subjektivismus eines Familienmenschen sein, um seinen engagierten Beitrag als Bereicherung einer Debatte zu schätzen, die so stark von Vorurteilen, von Ideologie und von subtilen Verschiebungen des Sagbaren und des Nicht-Sagbaren geprägt ist. Lohmann präsentiert keine systematische, sozialwissenschaftlich fundierte Analyse und auch keine Zahlen im Stile der OECD-Statistiken über die Relation von elterlichen Kontaktminuten und Abiturnotendurchschnitt, mit denen sich alles und nichts rechtfertigen lässt. Es geht ihm um inhaltliche Aussagen aus praktischer Vernunft.
Im Zentrum steht die Wahlfreiheit für die familiären Lebensentwürfe, von der freilich alle Seiten im familienpolitischen Streit reden - oft genug freilich als ziemlich leere Bekenntnisformel. Denn während das Verdikt der berufstätigen "Rabenmutter" erfolgreich aus dem Sprachverkehr gezogen ist, gilt dies keineswegs - wie das immerhin zum Unwort des Jahres erkorene Wort der "Herdprämie" zeigt - für die Diffamierung der "Heimchen", die sich vorrangig um ihre Kinder kümmern.
Lohmann will die Entscheidung, wie sie ihr Familienleben und ihre Kinderbetreuung gestalten wollen, in die Hände der Familien gelegt wissen - wobei außer Frage steht, dass in Fällen, in denen Eltern ihrer Verantwortung nicht gerecht werden, anders zu handeln ist. Grundsätzlich aber plädiert er für die "Lufthoheit der Eltern" - und traut ihnen etwas zu, anstatt sie, wie es inzwischen üblich geworden ist, unter Generalverdacht zu stellen, sie könnten ihre Kinder nicht erziehen, jedenfalls nicht so gut wie staatliche Stellen. Das aber ist die entscheidende Perspektive: Es geht um Bürgerfreiheit und Bürgerverantwortung statt bevormundender Staatsfürsorge. ...

Martin Lohmann: Etikettenschwindel Familienpolitik. Ein Zwischenruf für mehr Bürgerfreiheit und das Ende der Bevormundung. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2008. 222 S., 19,95 Euro.

Quelle: FAZ am 20.10.2008


Gründungsveranstaltung für ein Institut für demokratische Bildung.
Treffen in der Lernwerkstatt, Erziehungswissenschaftlichen Fakultät, Karl-Heine-Str. 22b, Leipzig am 8. und 9. November 2008
Um eine Anmeldung bis zum 27.10.2008 wird gebeten unter idb(@)bildung-in-zukunft.de
Quelle und weitere Info: Initiative Bildung in Zukunft (BiZ)
Ergebnis der Suche in der FIS Bildung Literaturdatenbank unter dem Schlagwort "Elternrecht" für 2008
1 Wobbe, Petra: Homeschooling weiter verboten. Schulbesuchspflicht bleibt zulässig. 2008 (gedruckt; Zeitschriftenaufsatz)
2 Döbrich, Peter: "How good is our school?" 2008 (gedruckt; Zeitschriftenaufsatz)
3 Erzwingungshaft bei Schulpflichtverletzung. 2008 (gedruckt; Zeitschriftenaufsatz)
4 Sorgerechtsentzug bei Verletzung der Schulpflicht. Beschlüsse des Bundesgerichtshofs vom 11. Speptember und 17. Oktober 2007 (XII ZB 41/07; XII ZB 42/07). 2008 (gedruckt; Zeitschriftenaufsatz)
5 Hoffmann, Birgit: Staatliche Wächteramt und Schule. Kindesschutz als schulische Aufgabe. 2008 (gedruckt; Zeitschriftenaufsatz)
6 Lambert, Johannes: Verbesserung des Kinderschutzes. Änderungen und Ergänzungen des Schulgesetzes. 2008 (gedruckt; Zeitschriftenaufsatz)
7 Minten, Georg: Schulpflicht und europäische Menschenrechtskonvention. Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 11. September 2006. 2008 (gedruckt; Zeitschriftenaufsatz)
8 Nolte, Gerald: Staatliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kinderwohls. Rechtliche Rahmenbedingungen in Fällen von Kinderrechtsverletzungen. 2008 (gedruckt; Zeitschriftenaufsatz)
9 Rux, Johannes: Schulpflicht und Sorgerecht. Zum Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 11.9.2007 - XII ZB 41/07. 2008 (gedruckt; Zeitschriftenaufsatz)
Quelle: Fachportal Pädagogik (FIS) am 23.09.2008
Anmerkung: Soviel (und nicht mehr) zum Thema Elternrecht in der Pädagogik!

17. Oktober 2008

Literatur, Studien und Termine (Ausgabe #44)

Dissertationspreis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
Auch wenn Home Education in Deutschland noch weit davon entfernt scheint, legalisiert zu werden - als Thema wissenschaftlicher Forschung wird es durchaus ernst genommen.
Anfang dieses Monats wurde Dr. Thomas Spiegler für seine Studie über Homeschooling in Deutschland (Titel: Home Education in Deutschland. Hintergründe - Praxis - Entwicklung. VS Verlag für Sozialwissenschaften. 2007.) mit dem Dissertationspreis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie ausgezeichnet. In der Untersuchung ging Spiegler den Fragen nach, warum sich Eltern für Home Education, dem Unterricht zu Hause anstelle des Schulbesuchs, entscheiden, wie dieser Bildungsansatz umgesetzt wird und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Neben teilnehmender Beobachtung führte Spiegler zahlreiche Interviews mit Familien durch, die Home Education betreiben. Nach einer Darstellung der gegenwärtigen Situation analysierte er verschiedene Aspekte, die sich aus der Ordnungswidrigkeit des häuslichen Lernens ergeben, und fragte nach den gesellschaftlichen Chancen und Risiken einer wachsenden Bewegung der Home Education. Seine Studie mündet in die Skizze eines möglichen Weges zur angemessenen Regelung der Home Education. Die in Essen ansässige Deutsche Gesellschaft für Soziologie verleiht alle zwei Jahre den Preis für herausragende Promotionsarbeiten. Die 1909 gegründete Gesellschaft stellt eine Vereinigung von Soziologinnen und Soziologen dar, die sich durch Forschung, Lehrtätigkeit oder Veröffentlichungen im Bereich der Soziologie wissenschaftlich ausgewiesen haben. Ihr gehören über 1.800 Mitglieder an. 
Quelle: APD am 12.10.2008, die Promotionsschrift bei Amazon


Künstlerin Angelina Probst (22) beendet Dauerausstellung
Junge unbekannte Künstler gibt es viele – gerade in Berlin findet man sie zuhauf. Doch die 22-jährige Künstlerin, die wir für eine Dauerausstellung in unserer Galerie gewinnen konnten, ist ein Ausnahmetalent. ...
Angelina Probst - alias disasterpiece - wurde 1986 in Neu Delhi, Indien, als 8. von 11 Kindern ziemlich unkonventioneller deutscher Eltern geboren. Ihre Muttersprache ist englisch.
Nachdem sie Indien im Jahre 1990 verließ, verbrachte sie einen Großteil ihrer Kinder- und Jugendzeit auf Tanz- und Theater-Tourneen durch ganz Europa. Dabei erhielt sie Hausunterricht, besuchte eine russische Jazz- und Ballett-Schule, nahm in der Ukraine Töpfer- und Bildhauerunterricht und zog dann in die USA. ... Mit 14 verbrachte sie ein Jahr in Kroatien mit der choreographischen Leitung einer Tanzgruppe, und veranstaltete Bühnenshows in Flüchtlingscamps für Kriegsflüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien, um Geld für die Bedürftigen zu sammeln. Im Jahr 2002 verließ sie Kroatien in Richtung Deutschland, wo sie bei Gelegenheitsjobs deutsch lernte und eine christliche Privatschule besuchte. Von 2003 bis 2006 besuchte die Künstlerin eine Schule für Grafik Design in Karlsruhe. ...
Quelle: Release Network am 16.10.2008
Deutschland Radio: Studiozeit • Aus Kultur- und Sozialwissenschaften
Auf der Suche nach einer neuen Lernkultur
Neue Wege zu einer lebenslangen Lust am Lernen
Kleine Kinder lachen vor Freude, wenn ihnen etwas gelingt. Ihnen macht Lernen Spaß. Die Gründe dafür liegen in der Struktur des Gehirns, das zwei Wege kennt um etwas zu lernen: Angst und Freude. Beide sind sehr wirkungsvoll, aber nur mit Freude Gelerntes hilft Probleme lösen.
Schule benutzt jedoch häufig Druckmittel, etwa Noten und erzeugt Angst. Verständlich, dass Schüler, Lehrer und Eltern nicht recht glücklich damit sind.
Dass es auch anders ginge, zeigen neue Ansätze, die den Lehrer von der Rolle des Dompteurs befreien und ihn zum Helfer des Lernenden machen.
Quelle: dradio am 16.10.2008 20:10 Uhr und Podcast(MP3s zum Anhören)

10. Oktober 2008

Literatur, Studien und Termine (Ausgabe #43)

Dissertation über Schulabsentismus:
Schulpflicht und Bildungsrecht für alle Kinder und Jugendlichen
Reflexionen über Anspruch und Praxis pädagogischer Auseinandersetzungen mit Kindern und Jugendlichen, die nicht mehr in der Schule lernen
Quelle: http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=971610495&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=971610495.pdf


Tagung: Konkrete Wege zur Bildungsfreiheit in Deutschland
bildungsfreiheit281008
Viele engagierte Menschen in Deutschland setzen sich seit langem für eine Aufhebung des staatlichen Bildungsmonopols und des dahinterstehenden, im Grundgesetz entgegen ständiger Behauptung nicht verankerten staatlichen Erziehungsanspruchs ein. Wir fordern,
den Familien ihre Selbstbestimmung über die Bildung zurückzugeben, so wie es in den meisten unserer Nachbarstaaten bereits lange gesetzliche Wirklichkeit ist. Nur so kann die Vielfalt der unterschiedlichen Lebensentwürfe, Erziehungs-, Schul- und Bildungsideale, die ein demokratisches Gemeinwesen auszeichnen sollte, in gegenseitiger Toleranz verwirklicht werden. Nur so werden die im Grundgesetz verankerten Rechte auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, die Meinungs- und Religionsfreiheit und die Freiheit der Lehre Lebenswirklichkeit.
Termin: Dienstag, 28. Oktober 2008
Zeit: 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Neuer Tagungsort: Freie demokratische Schule e.V.
Berliner Str. 100, 13189 Berlin
Anmeldungen bitte nur an: bildungsfreiheitjetzt(@)web.de, Tel. 0421 62 63989
Initiatoren und Unterstützer zum Beispiel:
Familie Neubronner, Bremen, Biran (F)
Kinder haben Rechte Bremen e.V.
Schulbildung in Familieninitiative e.V.
Bundesverband Natürlich Lernen e.V.
Netzwerk Bildungsfreiheit e.V.
Bundesverband Freinet-Pädagoginnen, Freinet-Kooperative e.V.
EUDEC
Bundesverband Freier Alternativschulen
Ting-Schule Berlin
Education Otherwise England
Clonlara Schule Deutschland
Omnibus Direkte Demokratie
Familie ist Zukunft e.V.
Schweizer Elternforum
Dipl.-Päd., OStR. Raimund Pousset („Schafft die Schulpflicht ab!“)
Prof. Ulrich Klemm, Uni Augsburg
Prof. Dr. Franco Rest, Universität Dortmund
Prof. Dr. Johannes Beck, Uni Bremen
Prof. Dr. Gerd Habermann
Prof. Hans Schieser DePaul University Chicago
Vera F. Birkenbihl Management-Trainerin und Leiterin des Instituts für gehirn-gerechtes Arbeiten
Quelle und weitere Infos zum Beispiel hier: Netzwerk Bildungsfreiheit
Das nächste Treffen in Mecklenburg-Vorpommern findet am 25.10.statt ab 14.00 im bzw. am alten Pfarrhaus in Techentin/bei Goldbgerg-Mecklenburger Seenplatte, ca.35km östl.von Schwerin, mit Feuer,Stockbrot, Bratäpfel, eigenem Apfelsaft-natürlich BIO:-)und
gaaanz viel Platz zum Toben..und Zeit für Diskussionen und Gespräche natürlich auch:-)....unsere Meck-Pomm Treffen sind grundsätzlich jeden letzten Samstag im Monat.
Weitere bzw. aktuelle Infos hier: http://www.unerzogen-mv.blog.de
Das Beste für unsere Kinder: Bildung und Glück
IX. Kongress für Erziehung und Bildung
am 14./15. November 2008 an der Universität Göttingen
Beim Kongress werden nicht nur wichtige Themen frühkindlicher Bildung diskutiert wie die unterschiedlichen familiären Situationen, der Aufbau einer qualitativen Arbeit in der Kinderkrippe, die Bedeutung von Bewegung, die Prävention bei vernachlässigten Kindern, sondern es werden auch Fragen nach dem Sinn von Bildung und der Bedeutung von Glück gestellt.
Die Kongressleitung liegt bei Prof. Dr. Christina Krause, Mitautor und Freund von Prof. Dr. Gerald Hüther, Dr. Karl Gebauer, Dipl. Päd. Ulrich Geisler und Prof. Dr. Bernd Fittkau
Quelle und weitere Info: ibbw
Anm: Das Diskussionscafe dort könnte eine Plattform für Austausch für freie Bildungsmodelle darstellen.
Weiterleitung vom Schweizer Elternforum (SEF):
Liebe Freunde im weiten Europa

Wie Ihr nachlesen könnt, sofern es interessiert, bewegt sich auch in der Schweiz das eine oder andere noch. Im Kanton Luzern hat das Schweizer Elternforum bei der HarmoS-Abstimmung (das grosse schweizerische Zentralisierungsprojekt der Globalisierer) mitgemischt. Wir konnten dank Spenden 30'000 Postwurfsendungen mit Abstimmungsinformationen vertelen und Inserate schalten. Und siehe da: Abstimmungs-Erfolg! Eine erfreuliche Tatsache.
Letzte Woche sind zwei beim Schweizer Elternforum erscheinende Broschüren aus der Druckerpresse gelaufen:

"Die Familie im Griff" (knechtischer Bürokraten!) - zwei Aufsätze "Schulgesetze: Instrumente gesellschaftlicher Bevormundung" und "Die Bedeutung vorstaatlicher Elternrechte für die Allgemeinheit"
"Lehrmittelanalyse für Lesebücher des 1. und 2. Schuljahres", eine Anleitung und Hilfe zur kritischen Durchsicht von Schulbüchern
ab sofort können die beiden Broschüren zusammen gegen € 15.- in voradressiertem Kuvert Format A5 an  untenstehender Adresse bestellt werden. Freunde, die sich am 28. Oktober 2008 in Berlin treffen, können elektronisch bestellen, ich werde die Broschüren dort für € 5 pro Stück abgeben können, weil die hohen Portospesen entfallen.  
"Wir machen weiter!", heisst das Motto des vor bald einem Jahr in der Schweiz durch spektakuläre Machenschaften im Parlament abgewählten Bundesrates. Wir haben dieses Motto übernommen, ohne uns zu jener politischen Partei zu schlagen. Das Motto ist offenbar auch andernorts bekannt, etwa in Deutschland: Macht weiter!
Freundliche Grüsse
Rudolf Schmidheiny, Koordinator Schweizer Elternforum - SEF

Aubodenstasse 35
8472 Ohringen
Schweiz

3. Oktober 2008

Literatur, Studien und Termine (Ausgabe #42)

Studie der Universität von Buckingham für Schulautonomie
In Englischer Sprache. Autonomie bei der Gestaltung des Unterrichtes bzw. des Lehrplans und der Auswahl der Lehrer sei der Schlüssel für den Erfolg einer Schule, habe eine Studie der Universität von Buckingham gezeigt.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die deutschen Landeskultusministerien den Lehrern in umfangreichen Lehrplänen detaillierte Vorschriften machen, wie sie den Unterricht zu gestalten haben. Und diese "Lehrpläne" werden auch noch jedes Jahr "überarbeitet". Dies nimmt den Lehrern ihre Autonomie und widerspricht dem Prinzip der Subsidiarität.
Quelle: BBC News am 30.09.2008: "Autonomy key to school success"


2. Educamp am 10. bis 12. Oktober 2008 in Berlin
Ort: Erwin Schrödinger Zentrum der Humboldt Univerität zu Berlin
Das Motto dieser Veranstaltung lautet “Lehren und Lernen 2.0“. Bildung hat Zukunft - wie wird die Bildung der Zukunft aussehen - was ist eine zukunftsorientierte und nachhaltige Bildung bzw. Ausbildung: Unter diesem Gesamtthema geht es in Berlin gezielt um Corporate E-Learning 2.0, E-Learning 2.0 in der Hochschullehre, E-Portfolios, Digitale Spiele und Virtuelle Welten im Bildungseinsatz oder das Unterrichten 2.0 in der Schule. Zum Educamp treffen sich Menschen, die Interesse an Neuentwicklungen auf dem Bildungssektor haben, darunter sicher viele Studierende, Schüler, aber auch Professoren, Wissenschaftler, Lehrer usw.
Hier versammeln sich Knowledge-Worker, Wissenschaftler, Entscheider, Agenturen und Studierende, die sich mit innovativen Formen, Formaten, Technologien, Strategien etc. des mediengestützten Lernens auseinandersetzen.
Quelle, Infos und Anmeldung: Website
"Freie Menschen fordern freie Bildung"
Am 9. Oktober hält B. Stern in Rostock einen Vortrag zu diesem Thema
Am 13. Oktober um 19.30 Uhr gibt es im Liwu Rostock (Stephanstraße ) "Freiheit  macht Klug"
Filme und Diskussion zur demokratischen Bildung:
1. "democratic schools" 2. "tilmann geht nicht zur Schule "
Als Stargäste kommen Michael Sappier, er besuchte 4 Jahre eine demokratische Schule in Jerusalem und Tilmann Holsten, der erwachsene Junge aus den Film "Tilmann geht nicht zur Schule". Moderiert wird der Abend von W.D. Kaiser, evangelische Akademie Mecklenburg/Vorpommern, Erwachsenenbildung
Quelle: http://freiheitmachtklug.wordpress.com/category/veranstaltungen/

26. September 2008

Literatur, Studien und Termine (Ausgabe #41)

Neue Rezension zu
Ralph Fischer, Volker Ladenthin (Hrsg.): Homeschooling - Tradition und Perspektive. Ergon Verlag 2006. 294 Seiten. ISBN 978-3-89913-482-7
"... Durch die Anthologie pädagogikhistorischer Texte sowie die Veranlassung und Zusammenstellung neuester Studien zu Bereichen des ausserschulischen Lernens gelingt den Herausgebern eine profunde und erfrischende Polyperspektivität auf das Phänomen des Homeschooling. Dieses wird explizit begriffen als Anfrage an das etablierte staatliche Schulsystem. Durch die Einbeziehung von Elementen vergleichender Erziehungswissenschaft mittels der Beleuchtung von Verhältnissen anderer Länder (insbesondere durch Schirrmacher) gewinnt das Buch noch einmal. Der länderübergreifende Blick weitet enorm und ist in Deutschland selten, abgesehen vom durch den Pisaschock ausgelösten oft selektiven Rekurs auf Finnland. ...
Nicht nur den an der aktuellen Diskussion des Homeschooling Interessierten sei das Buch empfohlen. Auch durch die eingearbeiteten Analysen unseres derzeitigen real existierenden Bildungssystems ist die Lektüre für alle am deutschen Bildungssystem überhaupt Interessierten ein Gewinn. Insgesamt handelt es sich um ein ausgesprochen interessantes Buch mit gänzlich neuen Blicken auf unser Schul- und Bildungssystem, das auch der Rezensent nach der Lektüre nicht anders als Schulzwangssystem begreifen konnte."
Quelle: socialnet.de am 18.09.2008


In der letzten Ausgabe dieses Infobriefes hatten wir einen Link zum Artikel von Prof. Dr. Reimer in der juristischen Fachzeitschrift NVwZ 2008 Heft 7 in Aussicht gestellt. Dieser Link ist nun verfügbar. Der 1. Aufsatz unter dem Link bedient nur die üblichen Klischees. Der 2. Beitrag dort ist der interessante Fachaufsatz von Reimers, der auch Fachliteratur zu homeschooling anführen kann.
Quelle: C.H.Beck Verlag am 24.09.2008
Das ZEPF (Zentrum für pädagogische Forschung) der Uni Koblenz/Landau veranstaltet wieder im Rahmen eines Bildungsbarometers eine Internet-Befragung. Diesmal wird auch in Richtung Homeschhooling gefragt (es geht um Chancengleichheit) und man kann 500 Euro gewinnen.
Direkt zur Befragung: http://september08.bildungsbarometer.de/

19. September 2008

Allgemeine, nicht absolute Schulpflicht

Endlich bestätigt ein Universitätsprofessor des Verwaltungsrechts exakt das, was wir in punkto Schulpflicht schon immer herauszustellen versuchten. In einem Beitrag in der Neuen Zeitung für Verwaltungsrecht (NVwZ 2008, Heft 7, Seite 720ff) war Prof. Dr. Reimer aus Gießen gefordert, zum Thema "Homeschooling als Option?" und zu den vier Kapitelüberschriften I. Rechtswirklichkeit, II. Rechtslage nach dem Grundgesetz, III. Bedeutung der EMRK und IV. Gestaltungsbedarf aus seiner Sicht Auskunft zu geben. Reimer gab seinem Bericht den Titel "Allgemeine, nicht absolute Schulpflicht", aus dem der Tenor ersichtlich wird. In dem sehr sachlichen, aber überaus lesenswerten Beitrag, finden sich beispielsweise folgende, von uns kommentierte Zitate:

"Immerhin lassen sich nur schwer empirische Anhaltspunkte dafür finden, dass es Kindern nach familiärer Beschulung an Integrationsfähigkeit, Toleranz und Mündigkeit fehlte." (Diese Anhaltspunkte fehlen sogar für völlig unbeschulte Menschen.)

"Angesichts der Verschiedenartigkeit der Motive für und der Modalitäten von homeschooling (das ja in der Regel keine Isolation der Kinder bewirkt) verbietet sich ein pauschales Urteil und insbesondere der Kurzschluss vom homeschooling auf eine Gefährdung des Kindeswohls." (Im Gegenteil, für viele Kinder in unserem Erfahrungsbereich, z.B. Down-Kinder, Hochbegabte oder Körperbehinderte, wirkt sich Schulbesuch oder gar Heimerziehung äußerst negativ aus und schmälert das Kindeswohl sogar.)

".. - liegt in der Schulpflicht doch ein höchst intensiver über Jahre dauernder Grundrechtseingriff" (Der Grundrechtseingriff liegt genaugenommen erst in dem schulgesetzlichen Anspruch für einen bedingungslosen Schulbesuch als Aufenthaltsbestimmung und für das sich Aussetzen der öffentlichen Erziehung. Allg. Schulpflicht selbst kann noch vieles bedeuten, wie wir im Ausland sehen.)

"Schulpflicht ist damit, bundesverfassungsrechtlich gesehen, eine Option, keine Pflicht der Länder, erst recht keine Grundpflicht der Schüler (und Eltern) kraft Grundgesetzes." (Und selbst die kraft Länderverfassung bestehende Schulpflicht bedeutet immer noch keine Pflicht zur Inanspruchnahme von Schulen oder eine Rechtfertigung für staatlichen Zugriff auf Schüler (und Eltern).)

"Diese Frage ist nicht trivial, weil die 'allgemeine Schulpflicht' des Art. 145 WRV nie absolut war und Heimunterricht keineswegs ausschloss." (Art. 145 der Weimarer Reichsverfassung war im Parlamentarischen Rat die Grundlage für Art. 7 GG)

"Selbst das Reichsschulpflichtgesetz von 1938 erlaubte - trotz verstärkten staatlichen Zugriffs auf die Schüler - noch in engen Grenzen eine häusliche Beschulung (§5)." (Diese wurde in der Praxis allerdings nur den Kindern ranghoher Parteimitglieder gewährt.)

"Da das Ausmaß der Schulpflicht nicht Gegenstand der Diskussionen des Parlamentarischen Rates gewesen und des Art. 7 GG  geworden ist, gibt die schulimmanente Regelung des Absatzes 2 nichts für die hier interessierende Frage her. In ähnlicher Weise entfaltet auch die Privatschulfreiheit in Absatz 4 keine Sperrwirkung: denn ..." (Das Schulsystem intern sagt nichts über die Bildungsfreiheiten extern aus)

"Es würde auch überraschen, wenn Grundrechtsträger, denen konkret weder der Besuch einer bestehenden noch die Gründung einer neuen Privatschule möglich ist, auf ein für sie nicht ausübbares Grundrecht verwiesen werden könnten."

"Bedenken begegnen in ihrem Rahmen Argumentationstopoi wie 'Integration' und 'Vermeidung von Parallelgesellschaften', denn Freiheitsrechte schützen auch und gerade vor staatlicher Zwangsintegration; sie gewährleisten geradezu ein Recht auf Bildung von 'Parallelgesellschaften'." (gewollter Pluralismus und ein Breitenspektrum der Ideen und Einflüsse eben)

"Dabei verbietet sich der häufig praktizierte Schluss vom homeschooling auf eine Gefährdung des Kindeswohls. Unzureichend gerät meist auch die Berufung auf den staatlichen Erziehungsauftrag, denn Schule kann (zumal angesichts ihrer Leistungsgrenzen) nicht als alleinseligmachender Weg zur Vermittlung sozialer Kompetenz betrachtet werden." (Die sozialen Milieus gewisser Hauptschulen zeigen auch die Leistungsgrenzen bei der Wissensvermittlung auf.)

"Aus diesen Koordinaten ergibt sich ein Verständnis der Schulpflicht, das europäischer Normallage und internationalen Erwartungen eher entspricht als die bisherige Praxis in Deutschland." (gemeint ist die Praxis gegenüber der Option des Homeschooling)

"Der häufig gewählte Weg der Zwangsintegration durch absolut verstandene Schulpflicht (an häufig lustlos geführten Schulen) ist verfassungswidrig und hat sich als wenig erfolgreich erwiesen. Die Anerkennung des Rechts auf familiäre Beschulung - als einer exit-Option - ist verfassungsrechtlich geboten."

Ein vorangehender Aufsatz eines Mitarbeiters der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br. mit gleicher Aufgabenstellung wirkt blass, subjektiv und lebt hauptsächlich von Vermutungen. In den Fußnoten findet sich keine einzige Quellenangabe zu Fachliteratur über "Homeschooling", was ja das vorgegebene Thema war. Die selbst gewählte Überschrift zu dem Aufsatz klingt für im Thema erfahrene Ohren zynisch: "Das Recht auf Schulbesuch". Alles in allem verliert sich der Autor Philipp Thurn in unbestätigten Vorurteilen aus anfänglichen, deutschen Medienberichten über christliche Fundamentalisten und in traditionsgebundenen Ring- und Fehlschlüssen, z.B. dass nur regelmäßiger Schulbesuch Bildung ausmacht.

Quelle: Neue Zeitung für Verwaltungsrecht (NVwZ 2008, Heft 7, Seite 720ff), ein Link kann evtl. in Kürze zur Verfügung gestellt werden.

Literatur, Studien und Termine (Ausgabe #40)

Schule - allenfalls Platz zum Aufwärmen
Morton Rhue liest am Immanuel-Kant-Gymnasium aus seinem neuesten Buch "Ghetto Kidz"
Sein 1984 erschienener Roman "Die Welle" ist schon fast so etwas wie ein moderner Klassiker. Mehr als drei Millionen Mal wurde das auf eine wahre Begebenheit zurückgehende Jugendbuch von Morton Rhue verkauft, das von einem außer Kontrolle geratenen Faschismus-Experiment an einer amerikanischen High School erzählt und seit seiner Veröffentlichung zum Lektüre-Kanon vieler deutscher Schulen gehört.
Am Dienstag war der US-Autor zu zwei Lesungen in Rüsselsheim zu Gast. Auf Einladung des "Bücherhauses" las Rhue am Vormittag an der Immanuel-Kant-Schule vor rund 200 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 12 und 13 aus seinem im Juli auf Deutsch erschienenen Buch "Ghetto Kidz" und stellte sich anschließend der Diskussion. ... (Neo-)Faschismus, Amoklauf an Schulen, Obdachlosigkeit, Erziehungscamps - Morton Rhue hat sich in seinen Jugendbüchern vieler brisanter, meist hochaktueller Themen angenommen. Wie viele Amerikaner sei er der Überzeugung, dass die USA ihren Bürgern so vielfältige Chancen auf Bildung, gesellschaftlichen und finanziellen Erfolg bieten wie kaum ein anderes Land auf der Welt, so Rhue zu Beginn. Doch diese Chancen seien nicht gleich verteilt. ...
Quelle: Main-Spitze am 18.09.2008


Internationaler Tag der Bildungsfreiheit: Schauplatz Wien ...
Nach einer knappen inhaltlichen Einführung von Rahim Taghizadegan, der einen historischen Überblick über die kontinuierliche Einschränkung der Bildungsfreiheit gab und mit einem Plädoyer für Bildungsverantwortung schloß, stellten sich vier Praktiker der Bildungsfreiheit den Fragen des Publikums. ...
Anja Krohmer erzählte, warum sie Deutschland verließ und in Österreich gewissermaßen Asyl suchen mußte. ...
Michael Kleinbichler erzählte von seiner Initiative, gemeinsam mit anderen Eltern eine Naturkindergruppe zu gründen, die Stadtkindern ein Aufwachsen in der Natur ermöglicht. ...
Mag. Christina Partsch erzählte von ihrer Erfahrung mit einem ihrer Söhne, der angeblich an „Schulphobie“ litt. Die Pädagogin kam vollkommen unvermittelt dazu, Bildungsfreiheit zu praktizieren, also volle Bildungsverantwortung für ihren Sohn zu übernehmen. Plötzlich fand sie sich vor der Entscheidung, ob sie dem auf sie ausgeübten Druck seitens der Schulen und Behörden nachgeben und ihren Sohn in die Klinik einweisen lassen sollte. Dort würde er von den Eltern isoliert und mit Psychopharmaka von seiner „Schulphobie“ „geheilt“. ...
Eva Jelken schließlich faszinierte durch die Geschichte ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer ungewöhnlichen Familie. Evas Eltern waren stets der Massengesellschaft kritisch gegenüber eingestellt und bauten mit gleichgesinnten Familien eine autonome Siedlung auf. ...
Quelle und mehr: Institut für Wertewirtschaft am 16.09.2008
Diplomarbeit:
Das Kindeswohl als Entschweidungskriterium im Jugendamt ...
Zitate aus Kap. 7, Ergebnis und Ausblick:
Das Ergebnis der Arbeit ist überraschend: Das Kindeswohl als Entscheidungskriterium in der Sozialarbeit im Jugendamt gibt es genau genommen weder bei der Ausübung des staatlichen Wächteramtes noch bei der Bewilligung von Hilfen zur Erziehung: Dort, wo Entscheidungskriterien für die Ausübung des Wächteramtes entwickelt werden, geht es nicht um Kindeswohl, sondern bestenfalls um die Abwehr von Kindeswohlgefährdungen. ...
Historisch ist das Problem in der Auseinandersetzung um die Definitionsmacht über das Kindeswohl zwischen Staat und Bürger entstanden. Im Nationalsozialismus hat ein totalitärer Staat diese Definitionsmacht tendenziell vollständig an sich gerissen und die Eltern als Erziehungsinstanz entmündigt. ...
Entscheidungen zum Kindeswohl sind nicht ohne die Eltern als exponierte Beziehungspersonen, von denen die Kinder nicht nur emotionell, sondern elementar in ihren Entwicklungsmöglichkeiten abhängig sind (Was die Eltern straft, straft auch das Kind, selbst wenn es sich um „schlechte“ Eltern handelt.), überhaupt denkbar. Einhaltung der Elternrechte und der Datenschutz sowie die mündige Einbeziehung der Eltern in den Hilfeprozess sind maßgeblich für Entscheidungen im Sinne des Kindeswohls. So bedeutet die Wahl der „am wenigsten schädlichen Alternative“ bei Vormundschaftsverfahren eine Entscheidung zum Kindeswohl, den Kindern die bestehenden Beziehungen zu ihren psychologischen Eltern zu erhalten. Darüber hinaus stellen Goldstein u.a. klar, dass weder Mitarbeiter des Jugendamtes noch die anderen beteiligten Spezialisten für das Kind die Eltern ersetzen können und sich davor hüten müssen zu entscheiden oder zu handeln, als wären sie die „besseren Eltern“. Damit würden sie den „Kampf ums Kind“ mit den Eltern eingehen und Dramen, wie einleitend beschrieben, erst ermöglichen. ...
Es waren vier Quellen, die ein Misstrauen der Eltern gegenüber dem Jugendamt rechtfertigen, festzustellen: Erstens gab es im Nationalsozialismus den Versuch, die Definitionsmacht über Kindeswohl staatlichen Interessen zu unterwerfen; zweitens stellt das Verhältnis Jugendamt zu Bürger ein Machtgefälle dar; drittens gibt es keine zuverlässigen Kriterien von Kindeswohl, an denen sie sich orientieren könnten; und viertens stellt das diagnostische Verfahren eine Entmündigung der Eltern dar. ...
Nimmt man das Ergebnis der Arbeit ernst, so sollte man sich nichts vormachen: Entscheidungen für Fremdunterbringungen, die vom Sozialarbeiter unabhängig vom Willen der Beteiligten getroffen werden, sind im Grunde genommen keine Entscheidungen zum Kindeswohl, sondern Entscheidungen zur Abwehr von Gefährdungen des Kindes. Und dieser Unterschied ist nicht so gering, wie man vielleicht annehmen mag. ...
Quelle: Diplomarbeit "Eine Untersuchung der Bedingungen für Kindeswohl" 3/2000
Freiheit für/durch die Schulen am 20./21. September 2008 auf Schloß Freudenberg, Wiesbaden
Samstag um 19.30 Uhr: Vortrag “Freiheit für die Schulen” von Ingo Krampen
Sonntag Seminar 9 Uhr bis 13 Uhr mit Beitrag “Freiheit durch die Schulen” von Kurt Wilhelmi

Bei diesem Treffen haben wir Ingo Krampen zu Gast. Er ist Mitbegründer von effe, dem Europäischen Forum für Freiheit im Bildungswesen. Das effe konnte u.a. dazu beitragen, daß in einer Reihe von Ländern die Schulgesetze freiheitlicher gestaltet wurden. Ingo Krampen wird aus dieser Arbeit berichten und in seinem Vortrag “Freiheit für die Schulen” auch die ideellen Gründe dieser Arbeit beleuchten:

- Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit die Schulen frei arbeiten können?
- Wie nähern wir uns diesem Ziel, wie können wir die Sache anpacken, welche Möglichkeiten der Mitwirkung gibt es?

Am Sonntag im Seminar wird Kurt Wilhelmi mit dem Beitrag “Freiheit durch die Schulen” die Frage beleuchten, welche Impulse von freien Schulen und Hochschulen ausgehen können, welche Rolle sie für die zukünftige Gestaltung der Gesellschaft spielen.

Information + Anmeldung: Regine Radke, Tel./Fax 03643-494146
Quelle: http://www.omnibus.org/240.html


Buch: Bindung stärkt - Emotionale Sicherheit für Ihr Kind - der beste Start ins Leben
Die Natur hat vorgesorgt: Das Bedürfnis des Kindes nach Geborgenheit, emotionaler Sicherheit und zuverlässigem Kontakt ist ein biologisch verankertes Grundbedürfnis, das mit einem ebenfalls verankerten “intuitiven Elternprogramm” verknüpft ist. Doch viel zu oft lassen sich Eltern von äußeren Einflüssen verunsichern, statt ihrem Gefühl zu vertrauen. Dieses Buch stärkt ihre ureigene Kompetenz und zeigt ihnen, wie sie kindliche Signale besser wahrnehmen, verstehen und feinfühlig auf sie reagieren können.
1. Auflage 2008, 160 Seiten, Broschur
ISBN: 9783466345212, EUR 14,95
Quelle: Kösel-Verlag
Anm: Angesichts solcher Erkenntnisse oder auch derer von Dr. Neufeld ("Unsere Kinder brauchen uns") bleibt es völlig unverständlich, warum die aktuelle Bildungspolitik Ganztagsprogramme für pädagogisch wertvoll vorgibt, statt gerade heraus, wie in Finnland, sich zu Wahlfreiheit und Elternengagement zu bekennen.

5. September 2008

Literatur, Studien und Termine #38

Erfolgsautor Wladimir Kaminer über sein Buch "Save Papa"
"Schule ist Zuchthaus"
Mit Erzählbänden wie „Russendisko” wurde er zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren. Mit Frau und Kindern lebt der gebürtige Moskauer in Berlin. In seinem neuen Buch „Salve Papa!” erzählt er anekdotenreich davon, wie er seinem Nachwuchs auf den rechten Weg hilft. ...
Laut einer Studie schwindet im Lauf der Jahre die Schulfreude. Können Sie das bestätigen?
Kaminer: Ich hatte nie Freude an der Schule. Und selbst meine Kinder, die sich in den Ferien total langweilen, wollen die Schule am liebsten von außen sehen. Sie ist Zuchthaus, sie ist Zwang. Ich nenne meine alte Schule immer die „Folterschule der sozialistischen Diktatur”. Wir mussten jeden Samstag den Schulhof säubern. Wenn zu viel in der Toilette geraucht wurde, haben unsere Lehrer sie zugenagelt.  ...
Quelle: WAZ Mediengruppe am 03.09.2008


Vorankündigung einer Tagung zur Bedeutung von Bildungsfreiheit und -vielfalt:
Konkrete Wege zur Bildungsfreiheit in Deutschland
Termin:  Dienstag, 28. Oktober 2008
Zeit:     10.00 Uhr bis 16.00 Uhr, anschließend Pressekonferenz
Ort:       Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund
            Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin
Deutschland ist z.B. das letzte Land Europas, in dem Freies Lernen ohne Schule kriminalisiert wird und alle Schulen auf einen staatlich vorgegebenen Lehrplan festgelegt werden. Vor diesem Hintergrund soll Bildungsfreiheit definiert und Wege dahin konkretisiert werden. Ziel gegen Ende der Tagung ist eine "Berliner Erklärung zu Bildungsfreiheit".
Wie ernst das Anliegen der Bildungsfreiheit in Regierungskreisen inzwischen genommen wird, lässt sich daraus ablesen, dass allein die Tatsache, dass in den Räumen der Bremer Vertretung in Berlin eine Tagung zu diesem Thema stattfinden wird, bereits zu einer Kleinen Anfrage der CDU an den Bremer Senat geführt hat.
SFeV unterstützt diese Veranstaltung ausdrücklich und ist auch aktiv beteiligt daran.
Weitere Info/Anmeldung: bildungsfreiheit(at)web.de
Am 15. September 2008 ist Internationaler Tag der Bildungsfreiheit
Quelle: http://jipli.free.fr/deutschland/

22. August 2008

Literatur, Studien und Termine #36

Bettina Kuß: Die Einführung der Schulpflicht als Folge der Institutionalisierung von Schule
Referat und Ausarbeitung über die geschichtliche Entwicklung von Schule und Schulpflicht in den deutschen Ländern, 44 Seiten, Euro 9,99
Quelle: Amazon.de


Emnid-Studie zur Zufriedenheit der Bürger mit dem schulischen Bildungswesen
Die repräsentative Studie hatte die Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gegeben. „Es spricht für die Glaubwürdigkeit und Seriosität des Instituts, dass sich die Umfrage nicht nur mit der Systemfrage beschäftigt, sondern für fünf zentrale Bereiche Reformbedarf anmahnt“, erklärte BLLV-Präsident Klaus Wenzel. Die Emnid-Studie fordert den Ausbau der Ganztagsschulen, eine bessere individuelle Förderung, einen professionellen Umgang mit Vielfalt, eine bedarfsgerechte Mittelverteilung und eine grundlegende Reform des gegliederten Schulsystems. ... „Wir verteilen Kinder in einem Alter, in dem ihre Entwicklung noch nicht einmal ansatzweise abgeschlossen ist. Zudem leben allein in Bayern rund 140.000 Kinder in Hartz IV-Familien. Sie haben kaum Chancen auf eine höhere Schulbildung.“, so Wenzel. Er forderte die Staatsregierung auf, die Bedürfnisse vieler Eltern, die sich für ihre Kinder mehr Gerechtigkeit und Chancengleichheit wünschen, nicht einfach zu ignorieren, sondern entsprechend darauf zu reagieren.
Der Studie nach hielten fast die Hälfte der Deutschen das Bildungssystem für ungerecht. Dreiviertel der Bevölkerung und fast 86% der Eltern seien der Ansicht, dass Jugendlichen aus allen Schichten  bzw. aus allen Kulturkreisen die gleichen Chancen eingeräumt werden müssen. Ein anderes Ergebnis sei, dass 76% der Bevölkerung und 71% der Eltern gerne bereit sind, Kindern und Jugendlichen ausländischer Familien zu helfen. Wenzel: „Insgesamt lässt die Studie erkennen, dass Eltern nicht nur die Probleme an den Schulen kennen, sondern dass sie auch Lösungen sehen. Verantwortungsvolle Politiker sollten sich über dieses hohe Maß an Engagement freuen und sich stark machen für eine rasche Umsetzung.“
Quelle: Pressemeldung BLLV vom 04.08.2008
Merkel startet «Bildungsreise»
Der Ruf nach mehr Anstrengungen zur Verbesserung des Bildungswesens in Deutschland wird wieder lauter. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die am Donnerstag eine «Bildungsreise» quer durch Deutschland begann, forderte die Bundesländer zu verstärkten Bildungsinvestitionen sowie zur Zusammenarbeit mit dem Bund auf. «Wenn unser Land die Herausforderungen der Zukunft meistern will und wir die Bildungsrepublik Deutschland werden wollen, dann müssen Bund und Länder an einem Strang ziehen», sagte die Kanzlerin. ...
Quelle: DDP-Meldung vom 21.08.2008 in Der Newsticker
Anstiftung zur Bildungsfreiheit
Am 15. September ist Internationaler Tag der Bildungsfreiheit - diesen Anlaß nutzt das Institut für Wertewirtschaft in Wien wieder, um dem wichtigen Thema der Freiheit des Lernens und Lehrens eine Bühne zu bieten. Aufgrund des geplanten Zwangskindergartens in Österreich, der fortgesetzten Verfolgung von Homeschoolern in Deutschland und nun auch großen Einschränkungen in der Schweiz handelt es sicher hierbei um ein besonders aktuelles Thema. Praktiker der Bildungsfreiheit werden von ihren Erfahrungen erzählen. Welche Alternativen gibt es zur Zwangsschule, welche Möglichkeiten gibt es für Bildung in der Familie, welche Rolle können und sollen Eltern spielen? Nutzen Sie die Gelegenheit, Freilerner, Freilehrer und Engagierte für die Bildungsfreiheit kennenzulernen. Kostenbeitrag für den Eintritt nur einmal pro Familie. Kinder sind sehr willkommen! ? Details/Anmeldung

1. August 2008

Termine und Literatur

Frau Allendorf aus Rheinland Pfalz bittet um Unterstützung. Ein Gerichttermin um eine Geldstrafe von über 3000 Euro ist am 6.8.08 im Amtsgericht Neuwied um 13.30 Uhr. Als Zeugen sind der Grundschulrektor (geplante Zwangsvorführung von unserer Siebenjährigen), die Direktorin des Gymnasiums (Münchhausen-Denunziation), der Jugendamtsmitarbeiter (Sohn R. hatte den Eindruck, als würde sein Vater von diesem Mitarbeiter bedroht) und die Amtsärztin (Gutachten bestand aus einem Satz) geladen.
Wenn der Termin so bestehen bleibt, wäre Frau Allendorf über jeden Besucher dankbar!!
Weitere Info unter Allendorf123(@)t-online.de


Busekros berichten neues vom Fall Überlingen und dem Übergriff bei Fam. Gorber:
"Für alle, die es noch nicht wissen: Im Fall der Familie Gorber aus Überlingen  wurde bei der 6-stündigen Gerichtsverhandlung (bis 8 Uhr abends) am 29.07.2008 zumindest das Ergebnis erzielt, dass der dreijährige David nach seinem Auslandsurlaub nach Hause zurück kehren darf. Die ältesten beiden Mädchen dürfen nun offiziell jedes Wochenende heim. Zu den anderen dreien war man bei den Verhandlungen noch gar nicht gekommen. Am Abend vertagte der Richter die Entscheidung. Die Eltern (und ihre Beistände und Anwälte) wirkten äußerst erschöpft, aber auch sehr erleichtert, dass der große Schmerz um den jüngsten Sohn endlich ein Ende hat. Die anderen Kinder, so eine der großen Töchter, wüssten schon, wo sie hin gehörten, und könnten sich auch mal wehren. Aber David’s Verfassung sei allmählich bedenklich geworden.
Der Richter besteht weiterhin auf einem Erziehungsfähigkeitsgutachten. Das von den Eltern privat eingeholte erkannte er nicht an. Allerdings wählte er- auf die Forderung der Eltern hin- einen anderen Gutachter aus, was positiv sein kann.
Dass es im Grunde vor allem um Schule ging, zeigte sich daran, dass man deshalb die schulpflichtigen Kinder nicht nach Hause entlassen wollte, da der Vater in einer früheren Verhandlung einmal von Auswanderung gesprochen habe. Man traue der (erpressten) Zusage der Eltern nicht, der Einschulung zuzustimmen, denn im Ausland könnten sie sie ja sofort wieder aus der Schule nehmen. Da wird der Bezug zum BGH- Urteil deutlich: Hausunterricht sei Kindeswohlgefährdung. (Ich frage mich: Wann wird die Mauer, die ab 1990 fiel, wieder aufgebaut?)
Ermutigend war die Anwesenheit von etwa 50 Angereisten, die der Familie beistehen wollten, die weitesten von der sächsisch- tschechischen Grenze und von Belgien. Vielen selber Betroffenen tat der Austausch untereinander und das schöne Miteinander gut. Die Kinder einer angereisten Großfamilie versorgten alle Anwesenden (nebst Polizei) sehr lieb mit Essen und Trinken. Auch spielten sie am Ende mit ihrem Familien- Posaunenchor vor dem Gericht einige Kirchenlieder."
Die erste EUDEC findet vom 25. Juli bis 3. August 2008 in Leipzig in Deutschland statt. Die Universität Leipzig stellt ihre Räume und ihr Gelände für diese Konferenz zur Verfügung.
EUDEC steht für European Democratic Education Conference und ist ein Treffen von Menschen, die an demokratischer Bildung in Europa interessiert sind. Das Treffen wird regelmäßig stattfinden und soll einerseits dem Ideenaustausch der demokratischen Schulen in Europa untereinander dienen, andererseits der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, sich mit diesen Projekten auseinanderzusetzen.
Quelle und weitere Info: Eudec2008 und Programmübersicht
Neuerscheinung in Deutsch:
Keine Hausaufgaben und den ganzen Tag Pause
Wie es Bildung in Freiheit und Demokratie geben kann
von: Jerry Mintz
Der international bekannte Pädagoge Jerry Mintz hat den größten Teil seines Lebens damit verbracht, die Selbstbestimmung in der Bildung und die Übertragung von Entscheidungsrechten auf Kinder zu unterstützen und voranzutreiben. In diesem Buch greift er auf seine langen Erfahrungen als Leiter einer Demokratischen Schule und der AERO (Alternative Education Resource Organization) und auf seine engen Beziehungen zu Alternativen Schulen auf der ganzen Welt zurück, um einen klaren und präzisen Überblick über diese wachsende Bewegung zu geben.
"Es ist eine Freude, dieses Buch zu lesen - es ist voller Erkenntnisse aus dem wirklichen Leben. Jerry Mintz' umfassende Erfahrungen damit, den schulischen Teil des Erwachsenwerdens auf andere Weise zu gestalten, sind einzigartig."
John Taylor Gatto, Autor der Bestseller "Dumbing Us Down" und "The Underground History of American Education"
Quelle: tologo,  ISBN 978-3-940596-05-5

27. Juni 2008

Literatur / Neue Initiativen

Vorankündigung eines neuen Buches: "Lernen heißt Leben - Der Weg zur Familienschule." Vier Jahre lang lebte  etwas, was es nach dem Willen der Behörden nicht geben darf: ein  völlig freies und selbstbestimmtes Lerngruppenprojekt für Kinder.


Ein halbes Jahr nachdem die Familie Neubronner vor dem bremischen Schulzwang in´s Ausland entwich, ist der Bericht über die aufregende Zeit, die dazu führte und wie es mit ihnen danach weiterging, nachzulesen in:
Neubronner, Dagmar: Die Freilerner - Unser Leben ohne Schule. Genius Verlag 2008.
info(@)genius-verlag.de ISBN: 978-3-934719-34-7 Preis: 19,80 € DRUCKFRISCH
Die Schule ist in vielen Familien das Problemthema Nr. 1. Dagmar Neubronner, Mutter der prominentesten ›Schulverweigerer‹ Deutschlands, schildert spannend und anschaulich, wie es kam, dass sie und ihr Mann trotz großer Bedenken den beiden Söhnen Moritz und 
Thomas erlaubten, frei zu lernen - ohne Schule und mittlerweile ohne jeglichen Pflichtunterricht. Wie funktioniert freies Lernen, und wie muss sich Schule verändern, damit es auch dort funktioniert? Was können Eltern und Lehrer tun? Mit ausführlichem Anhang zu pädagogischen und juristischen Fragen.
Zur Autorin: Die Therapeutin und Publizistin Dagmar Neubronner, ursprünglich Diplombiologin, hat selbst Schule und Studium mit Auszeichnung abgeschlossen. Seit zehn Jahren betreibt sie mit ihrem Mann Tilman den Genius Verlag. Der besondere Lernweg ihrer Kinder, international als ›Homeschooling‹ bezeichnet, und ihr mutiger 
Widerstand gegen den spezifisch deutschen Schulzwang machte die Familie über Deutschland hinaus bekannt. Moritz und Thomas Neubronner, geboren 1996 und 1999, lernen seit Herbst 2005 frei.
BVNL: Kampagne für Freiheit und Vielfalt der Bildungswege
The Swedish Association for Home Education was formally founded on May 25, 2008.
Its first annual meeting will be held at the Swedish Home Educators Conference on July 31, 2008 in Ramsele, Sweden. A temporary board runs the association until then.
There is a home page at http://www.hemundervisning.nu/?English_information
(The word "hemundervisning" is Swedish for Home Education.)
E-mail addresses to board members can be found at: http://www.hemundervisning.nu/?Om_organisationen:Styrelse
Seminar in der Woche 28.07. bis 01.08.2008
Allgemeine Bildungsfreiheit - Strategien ihrer Verteidigung
Dieses Seminar dient der Vorbereitung auf offensive Verteidigungsstrategien in Gerichts­ver­fahren, die der Strafprozessordnung (StPO) unterliegen. Dies sind vor allem Straf­verfahren gegen Eltern, die schulpflichtige Kinder in Deutschland ausserhalb der Regel­schule, z.B. (über­wiegend) zuhause, unterrichten wollen.
Da die Verfahrensregeln der StPO, wie fast sechzig Jahre schlechte und durchweg miss­lungene Verteidigung in Schulpflichtverfahren belegen, selbst langjährig tätigen Anwälten offenbar unzureichend bekannt sind, müssen Eltern, die damit rechnen, mit dem Strafgesetz wegen der Bildung ihrer Kinder in Konflikt zu geraten, sich selbst auf ihre offensive und vor allem: wirksame Verteidigung vorbereiten.
Anmeldungen an die Koordinationsstelle kundu.heinitz(@)t-online
Aufruf zur Teilnahme an Gerichtsverhandlung
"Am 6.8.2008 ist unser Verhandlungstermin vor Gericht (Anm.: 13:30 Uhr im Amtsgericht Neuwied). Es geht um über 3000 Euro. ...
Als Zeugen sind geladen der Rektor der Grundschule, der die siebenjährige Johanna mit Einverständnis des Jugendamtes hat zwangsvorführen lassen wollen, die Direktorin des Gymnasiums, die den Münchhausenverdacht ausgesprochen hat, die Klassenlehrerin von Robert, die behauptet hat, Robert sei schmutzig (Cafe-au-lait-Flecken) und bekäme kein Frühstück und die Amtsärztin, die die diagnostizierte Stoffwechselanomalie nicht kannte und die Kinder mit einem Satz schultauglich schrieb. Eine Begründung braucht sie dazu nach Angaben des Landesamtes für soziale Angelegenheiten dazu nicht zu geben.
Unser Widerspruch gegen die Ablehnung des Hausunterrichtes wird von der gleichen Behörde bearbeitet, wie der Antrag auf Genehmigung, nur ist jetzt ein Jurist federführend, nicht mehr die Schulräte. Dieser Jurist hat bereits vor einem Jahr gesagt, dass Mütter ja befangen seien. Meinem Mann gegenüber ist er zwar zurückgerudert, aber seine Einstellung zur Arbeit einer Mutter hat er damit dennoch sehr deutlich kundgetan." 
3. Homeschooling Familientreffen Baden-Württemberg
am 28.06.2008 ab 14.00 Uhr bis zum Abend zwischen Bad Urach und Grabenstetten
Die Tradition fortsetzend veranstaltet die baden-württembergische Initiative “Bildung und Erziehung in Familien” in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Bildungsfreiheit ein Regionaltreffen im Raum Bad Urach / südöstlich von Stuttgart. Nähere Informationen dazu können über diese Emailadresse angefordert werden.
Ein weiteres Treffen in Engelhartszell / Oberösterreich (23 km von Passau) wird am 28.06.2008 stattfinden. Nähere Infos finden Sie auf der Website www.diefreilerner.eu oder laden Sie sich dort die Einladung mit allen nötigen Details als Word-Dokument herunter.
Initiative für Vielfalt in der Schulkinderbetreuung
Info: http://www.initiative-schulkinderbetreuung.de/
FiFaSchule - Kinder Familie, Schule, Lernen - Presseschau
Mit einer sehr nachvollziehbaren Werdegangsbeschreibung vom Eintreten für freies Leben als Mutter zur Bildungsfreiheit für Kinder als Konsequenz.
Info: http://kifaschule.wordpress.com/about/
Initiative zur Vereinsgründung:
ffh – family for homeschooling
Es soll eine Europäische Vereinigung zur Unterstützung verfolgter deutscher Familien gegründet werden. "Die Vereinigung dient dem Zweck, betroffenen Eltern die Bildung und Erziehung ihrer Kinder in Freiheit, wie sie in allen Staaten der Europäischen Gemeinschaft legal ist, zu ermöglichen. Die Vereinigung tritt für das Recht des Kindes auf Bildung ohne Schulzwang und Gewalt ein."
Nähere Info unter H.Stuecher(@)T-Online.de

21. Juni 2008

Literatur / Programmhinweise

Programmhinweis: Radio Bayern2 am 24.06.2008 um 20:30 Uhr (45min)
Flucht vor der Schulpflicht
Quelle: Bayern 2 Programmvorschau für das Nachtstudio am Dienstag (mit Podcast)


Englischsprachiges Radio von Homeschoolern selbergemacht und zum Mitmachen: http://www.cyberbiscuitradio.org/
Bildung, Schwerpunktthema des neusten Bulletins
Die neueste Ausgabe des Stakeholder-Magazins Bulletin der Credit Suisse hat
den Schwerpunkt Bildung – ein immer wichtigeres Thema in unserer wissensbasierten Wirtschaft. ...
Die Wichtigkeit von Bildung ist unbestritten, doch Howard Gardner, Professor an der Harvard School of Education, ist der Ansicht, dass sogar unsere fähigsten Pädagogen unseren Nachwuchs auf die schulischen und gesellschaftlichen Begebenheit vergangener Jahrhunderte vorbereiten. In dieser Bulletin-Ausgabe schreibt er über die Notwendigkeit neuer kognitiver Fähigkeiten für die Zukunft. Ein Bildungsmodell, das sich wieder grosser Beliebtheit erfreut, ist der Heimunterricht. Immer mehr Familien in Amerika wählen diese Möglichkeit, um ihre Kinder besser für die Zukunft zu wappnen. Vier Familien, die ihr Heim in Klassenzimmer verwandelt haben, erzählen in dieser Bulletin-Ausgabe ihre spannende Geschichte. ...
Quelle: Credit Suisse am 16.06.2008 über Bulletin 2/2008
Anmerkung: Das diesmal gelungene Magazin mit Schwerpunkt Bildung ist im Archiv kostenlos downloadbar und auch auf Englisch, Französisch und Italienisch erhältlich.
In der kommenden Wochenendausgabe der Financial Times wird sich ein Bericht über Homeschooler aus Deutschland finden, die ausgewandert sind.

14. Juni 2008

Literatur und Termine

Robert Gernhard, Pit Knorr: "Pisa und die Volgen" - ein Hörbuch
Deutschland hatte an seinem mäßigen Abschneiden bei der Pisa-Studie bekanntlich hart zu kauen, fast so hart wie wenig später die Österreicher. Doch da bekanntlich der Humor Grenzen zu überwinden vermag, haben sich drei mit dieser sympathischsten aller menschlichen Gaben reichlich ausgestattete Autoren auf die Suche nach Pisa und die Volgen gemacht. Robert Gernhardt und Pit Knorr lesen eigene und dazu Texte von Bernd Eilert, und sie nehmen so gut wie jede bildungsbürgerliche Hürde dabei schwungvoll aufs Korn, zum Beispiel die Literatur, wie etwa jene der Aufklärungszeit: "Der Dichter als Lehrmeister: Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist rosenrot, siehst du dies Schweinchen ebenfalls, dann beiß es bitte tot." Oder sie klären darüber auf, was es mit Sebastian von Spick auf sich hatte: "Wer is 'n das schon wieder?" "Das ist der Mann, der die katastrophalen Zustände des pestalozzischen Schulsystems hat enden lassen. Millionen von Schülern hat er den ... charakterschädigenden Leistungsdruck genommen und das Leben erträglicher gemacht." "Und wodurch denn?" "Durch die Erfindung des nach ihm benannten Spickzettels, den ich mich absolut nicht schäme hier in Händen zu halten." Pisa, so die drei, habe die Erkenntnis gebracht, dass in Deutschland "intellektuelle Düsternis" herrsche, man wolle nunmehr den "Weg ans Licht" weisen. Das Hörbuch versteht sich als bildungslückenschließender Crash-Kurs und ist der Live-Mitschnitt einer Lesung.
Robert Gernhard, Pit Knorr, "Pisa und die Volgen", 2 CDs, Länge 95 Minuten, € 19,95. Audiobuch, 2008
Quelle: Der Standard (A) am 06.06.2008


Harald Eichelberger
Freiheit für die Kinder – Freiheit für die Schule
PISA hat bewiesen: Unsere Schulen bedürfen einer Reform. Um unsere Schulen im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig und erfolgreich werden zu lassen, braucht es innovative Entwicklungsstrategien.

In einer erfolgreichen Schule müssen sich Schülerinnen und Schüler frei entfalten können, um gefestigte und verantwortungsbewusste Persönlichkeiten zu werden. Individuelle Begabungen müssen stärker gefördert werden. Dafür ist es notwendig, neue Erkenntnisse und Entwicklungen im Bereich der Pädagogik in die moderne Unterrichtsgestaltung mit einzubeziehen.

"Freiheit für die Kinder - Freiheit für die Schule" gibt praktische Hinweise für einen zeitgemäßen Unterricht mit dem Ziel, eine konstruktive und richtungsweisende Schulentwicklung zu ermöglichen.

Der Autor:
Dr. Harald Eichelberger ist als Koordinator des europäischen Masterstudiums "Bildungsmanagement und Schulentwicklung" an der Pädagogischen Akademie des Bundes in Wien und als Dozent am Pädagogischen Institut der deutschen Sprachgruppe in Bozen für Unterrichts- und Schulentwicklung tätig.

ISBN 978-3-7065-4517-4
Quelle: (lifepr) Innsbruck am 09.06.2008
Anmerkung: Der Titel zumindest klingt noch verheißungsvoll.


Arbeitskreis SOZIALE PLASTIK am 14./15. Juni in Wiesbaden, Schloß Freudenberg
ab 19:30 Uhr Johannes Heimrath: Die Notwendigkeit der Freiheit im Bildungswesen
Das Schulwesen in Deutschland ist, auch im Vergleich mit anderen europäischen Ländern, sehr restriktiv geregelt. Der Staat hat eine dominante Funktion: er bestimmt nicht nur, welche Schulform die einzige von ihm voll anerkannte und gewünschte ist, sondern er betreibt diese Schulform auch noch selbst. Und das, obwohl er Staat ist und nicht selber Schule, so daß die staatlichen Schulen sich nicht selbst bestimmen, sondern die auszuführenden Bildungsinhalte und Methoden quasi von außen, nämlich vom grünen Tisch der Kultusminist er vorgesetzt bekommen. Versuche von Bildungsinstitutionen, Lehrerverbänden und Elterninitiativen, freie und eigenständige Schulformen zu entwickeln, werden vom Staat in den Privatbereich abgedrängt, finanziell stark benachteiligt und zugleich durch die praktizierten Anerkennungsverfahren den Staatsschulen wiederum ähnlich gemacht.
Weitere Info: www.omnibus.org

Literatur und Termine

Robert Gernhard, Pit Knorr: "Pisa und die Volgen" - ein Hörbuch
Deutschland hatte an seinem mäßigen Abschneiden bei der Pisa-Studie bekanntlich hart zu kauen, fast so hart wie wenig später die Österreicher. Doch da bekanntlich der Humor Grenzen zu überwinden vermag, haben sich drei mit dieser sympathischsten aller menschlichen Gaben reichlich ausgestattete Autoren auf die Suche nach Pisa und die Volgen gemacht. Robert Gernhardt und Pit Knorr lesen eigene und dazu Texte von Bernd Eilert, und sie nehmen so gut wie jede bildungsbürgerliche Hürde dabei schwungvoll aufs Korn, zum Beispiel die Literatur, wie etwa jene der Aufklärungszeit: "Der Dichter als Lehrmeister: Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist rosenrot, siehst du dies Schweinchen ebenfalls, dann beiß es bitte tot." Oder sie klären darüber auf, was es mit Sebastian von Spick auf sich hatte: "Wer is 'n das schon wieder?" "Das ist der Mann, der die katastrophalen Zustände des pestalozzischen Schulsystems hat enden lassen. Millionen von Schülern hat er den ... charakterschädigenden Leistungsdruck genommen und das Leben erträglicher gemacht." "Und wodurch denn?" "Durch die Erfindung des nach ihm benannten Spickzettels, den ich mich absolut nicht schäme hier in Händen zu halten." Pisa, so die drei, habe die Erkenntnis gebracht, dass in Deutschland "intellektuelle Düsternis" herrsche, man wolle nunmehr den "Weg ans Licht" weisen. Das Hörbuch versteht sich als bildungslückenschließender Crash-Kurs und ist der Live-Mitschnitt einer Lesung.
Robert Gernhard, Pit Knorr, "Pisa und die Volgen", 2 CDs, Länge 95 Minuten, € 19,95. Audiobuch, 2008
Quelle: Der Standard (A) am 06.06.2008


Harald Eichelberger
Freiheit für die Kinder – Freiheit für die Schule
PISA hat bewiesen: Unsere Schulen bedürfen einer Reform. Um unsere Schulen im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig und erfolgreich werden zu lassen, braucht es innovative Entwicklungsstrategien.

In einer erfolgreichen Schule müssen sich Schülerinnen und Schüler frei entfalten können, um gefestigte und verantwortungsbewusste Persönlichkeiten zu werden. Individuelle Begabungen müssen stärker gefördert werden. Dafür ist es notwendig, neue Erkenntnisse und Entwicklungen im Bereich der Pädagogik in die moderne Unterrichtsgestaltung mit einzubeziehen.

"Freiheit für die Kinder - Freiheit für die Schule" gibt praktische Hinweise für einen zeitgemäßen Unterricht mit dem Ziel, eine konstruktive und richtungsweisende Schulentwicklung zu ermöglichen.

Der Autor:
Dr. Harald Eichelberger ist als Koordinator des europäischen Masterstudiums "Bildungsmanagement und Schulentwicklung" an der Pädagogischen Akademie des Bundes in Wien und als Dozent am Pädagogischen Institut der deutschen Sprachgruppe in Bozen für Unterrichts- und Schulentwicklung tätig.

ISBN 978-3-7065-4517-4
Quelle: (lifepr) Innsbruck am 09.06.2008
Anmerkung: Der Titel zumindest klingt noch verheißungsvoll.


Arbeitskreis SOZIALE PLASTIK am 14./15. Juni in Wiesbaden, Schloß Freudenberg
ab 19:30 Uhr Johannes Heimrath: Die Notwendigkeit der Freiheit im Bildungswesen
Das Schulwesen in Deutschland ist, auch im Vergleich mit anderen europäischen Ländern, sehr restriktiv geregelt. Der Staat hat eine dominante Funktion: er bestimmt nicht nur, welche Schulform die einzige von ihm voll anerkannte und gewünschte ist, sondern er betreibt diese Schulform auch noch selbst. Und das, obwohl er Staat ist und nicht selber Schule, so daß die staatlichen Schulen sich nicht selbst bestimmen, sondern die auszuführenden Bildungsinhalte und Methoden quasi von außen, nämlich vom grünen Tisch der Kultusminist er vorgesetzt bekommen. Versuche von Bildungsinstitutionen, Lehrerverbänden und Elterninitiativen, freie und eigenständige Schulformen zu entwickeln, werden vom Staat in den Privatbereich abgedrängt, finanziell stark benachteiligt und zugleich durch die praktizierten Anerkennungsverfahren den Staatsschulen wiederum ähnlich gemacht.
Weitere Info: www.omnibus.org

6. Juni 2008

Literatur

Buchbesprechung von S. Sedlaczek:

"Erledigt: Die verratene Familie. Politik ohne Zukunft"

von Jürgen Liminski

Der meisthin natürliche Bildungsort seit Menschengedenken für Kinder ist die Familie. Das beginnt sich erst jetzt zu ändern und die Politik, die gleichsam Familie und Bildung staatlich zu ersetzen sucht, beschädigt damit gleichsam beides: gute Bildung und gute Familien. Dies ist kein Zufall und so macht die Betrachtung der staatlich verursachten Probleme, die die Familien im Zeichen des Politik- und Staatswahnes zu erleiden haben, Sinn, auch um zu verstehen, warum die Bildungsfreiheit insbesondere in Deutschland derart eingeschränkt ist. ...
Darin besteht ja auch der Verrat: Die Politik redet sonntags von Familienpolitik als Politik für Familien und macht Familien werktags mittels Familienpolitik gegen Familien kaputt. Wie zuletzt am 24.04.2008 als der Bundestag einstimmig noch stärkere staatliche „Eingriffe in Familienstrukturen“ ermöglichte. Es ist das Verdienst des Autors, auch dies erkannt zu haben.
Quelle: http://bildungsfreiheit.org/?id=4710

18. Mai 2008

Literatur / Termine

Dagmar Neubronner
Die Freilerner - Unser Leben ohne Schule
Die Schule ist in vielen Familien das Problemthema Nr. 1. Dagmar Neubronner, Mutter der prominentesten 'Schulverweigerer' Deutschlands, schildert spannend und anschaulich, wie es kam, dass sie und ihr Mann trotz großer Bedenken den beiden Söhnen Moritz und Thomas erlaubten, frei zu lernen - ohne Schule und mittlerweile ohne jeglichen Pflichtunterricht. Wie funktioniert freies Lernen, und wie muss sich Schule verändern, damit es auch dort funktioniert? Was können Eltern und Lehrer tun? Mit ausführlichem Anhang zu pädagogischen und juristischen Fragen.
ISBN: 978-3-934719-34-1
Preis: 19,80 €/ 32,- sFr
Zur Autorin: Die Therapeutin und Publizistin Dagmar Neubronner, ursprünglich Diplombiologin, hat selbst Schule und Studium mit Auszeichnung abgeschlossen. Seit zehn Jahren betreibt sie mit ihrem Mann Tilman den Genius Verlag. Der besondere Lernweg ihrer Kinder, international als 'Homeschooling' bezeichnet, und ihr mutiger Widerstand gegen den spezifisch deutschen Schulzwang machte die Familie über Deutschland hinaus bekannt. Moritz und Thomas Neubronner, geboren 1996 und 1999, lernen seit Herbst 2005 frei.
Quelle: Genius Verlag


Internationales Homeschool-Kolloquium 23.-25. Mai 2008
das "International Home Education Colloquium" findet erstmals in den Niederlanden statt. Letztes Jahr auf Burg Rothenfels waren mehrere hundert Menschen für einige Tage wie in einer neuen Welt - überall Freilerner, Homeschooler und ihre Eltern sowie zahlreiche interessierte und engagierte Pädagogen, Philosophen usw.
Trotz der Bezeichnung "Kolloquium" war es schon im letzten Jahr (und im Jahr davor in Frankreich) eigentlich auch ein Festival der Begegnungen, an das wir alle voller Freude zurückdenken, und dieser lustvolle Charakter soll sich dieses Jahr noch verstärken. 
Info: www.home-education.nl
Jean Pol als Bildungsbotschafter am 01.06.08. im Imax in Regensburg. Dort wird der neue Film von Reinhard Kahl “Kinder” vorgestellt. Hier kann man sich über die Veranstaltung informieren: http://www.adz-netzwerk.de/bildungsbotschafter/index.php
Quelle: Weblog von Jeanpol

4. Mai 2008

Literatur / Termine

Hip-Hop für die Bildung
Von Blitzen, Flügen über Eisberge und wie man Jonglieren lernen kann: Die TU Berlin präsentiert eine bunte Wissenschaftsschau

Während der Langen Nacht der Wissenschaften am 14. Juni werden an der TU Berlin auch in diesem Jahr wieder die Tore zahlreicher Institute, Sammlungen, Werkstätten und Labore geöffnet. Zwischen 17 und 1 Uhr in der Früh winkt ein spannendes Programm mit zahlreichen Veranstaltungen und Präsentationen aus den verschiedenen Forschungsgebieten der Universität.
Quelle und Artikel: Tagesspiegel vom 26.04.2008


Michael Winterhoff: Warum unsere Kinder Tyrannen werden
Sind unsere Kinder überhaupt noch zukunftsfähig? Zündstoff für eine grundlegende gesellschaftliche Debatte. Charakterstudie einer Gesellschaft mit psychischem Defekt - eine ebenso überraschende wie erschreckende Analyse
Kleinkinder außer Rand und Band, Zehnjährige, für die Respekt vor Eltern und Lehrern ein Fremdwort ist, 17-Jährige, die nicht mehr arbeitsfähig sind - Kinder an die Macht? Gesellschaftliche Fehlentwicklungen und eigene Probleme von Erwachsenen verhindern, sich abgegrenzt und strukturierend gegenüber dem Kind zu verhalten und diesem dadurch eine normale Entwicklung seiner Psyche zu ermöglichen. Stattdessen wird es zunächst partnerschaftlich, dann symbiotisch vereinnahmt und kann niemals eine eigene Persönlichkeit entwickeln.
Quelle und qualifizierte Rezensionen bei Amazon
eTwinning fördert europäische Schulpartnerschaften, die über das Internet geknüpft werden. „e“ steht dabei für „elektronisch“ und „Twinning“ für „Partnerschaft“. Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen, -fächer und Jahrgangsstufen können sich mit ihrer Klasse beteiligen. Wer bereits eine Partnerschule hat, kann den Kontakt per Internet vertiefen. Wer eine neue Partnerschule sucht, kann sich eine passende Schule in den 29 teilnehmenden Ländern Europas aussuchen.
Mittels einer einfach zu bedienenden Internetplattform tauschen sich zwei oder mehrere Partnerklassen über ein gemeinsames Unterrichtsthema aus. Jede Partnerschaft nutzt einen eigenen geschützten „virtuellen Klassenraum“, den TwinSpace. Dort können Lehrer und Schüler z. B. per E-Mail, Chat und Dateiaustausch zusammenarbeiten. Die Arbeitsergebnisse werden auf einer gemeinsamen Webseite präsentiert. So lassen sich Fremdsprachenerwerb, Medieneinsatz und interkultureller Dialog lebendig miteinander verbinden.
Gefördert wird die eTwinning-Aktion im Rahmen des Programms für lebenslanges Lernen der Europäischen Union. Die Teilnahme ist kostenlos und einfach, die Anmeldung dauert nur wenige Minuten.
Quelle: http://www.eun.org/portal/index.htm und dt. PDF Guide
Kampagne für Freiheit und Vielfalt im Bildungswesen
In unserer Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft unserer Kinder wird gebeten, die FÜNF FORDERUNGEN der Initiative „Freiheit und Vielfalt der
Bildungswege“ (siehe Anhang) mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen.
In einem freien Bildungswesen sind alle Formen des Lernens gesetzlich möglich, ob in
staatlichen oder privaten Schulen, in freien Zusammenschlüssen oder auf individuelle
Weise. Die Aufsichtspflicht des Staates bleibt erhalten. Ein Schulwesen dieser Art
entspräche endlich auch der UN-Kinderrechtskonvention, die für Kinder eine
Bildungspflicht, keinesfalls den Schulzwang fordert.
Das Schulwesen in Deutschland ist in der Krise. Freiheit und Vielfalt im Bildungswesen
ist in ganz Europa und den meisten Demokratien weltweit möglich. Studien aus diesen
Ländern belegen den Erfolg einer Bildungspflicht – ohne Schulbesuchspflicht.
Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie die Forderung für ein Menschenrecht auf Bildung!
Quelle: http://www.bvnl.de/mediathek/?cid=41
Unterschriftenliste unter http://www.bvnl.de/mediathek/?view=details&mid=125

28. April 2008

Literatur zu Homeschooling

Reichmann, Ulrich: Rezension von "Ladenthin, Volker; Fischer, Ralph (Hg.): Homeschooling – Tradition und Perspektive. Würzburg 2006." In: engagement. Zeitschrift für Erziehung und Schule (2008). Heft 1. S.73-76. (ISSN 0723-3507)


The Underground History of American Education
John Taylor Gatto  
A Schoolteacher's Intimate Investigation Into The Problem Of Modern Schooling
COMPLETE AND UNEXPURGATED!
When have you seen notices like these for AN EDUCATION BOOK?

"A work of breathtaking scholarship and encyclopedic scope." - Adam Robinson, Co-founder, The Princeton Review,
author, What Smart Students Should Know
"Gatto's voice is strong and unique. I loved this book!" - Thomas Moore, Care of the Soul
"Gatto is a singular antidote to stale convention." - David Guterson, Snow Falling On Cedars
"I give this book a standing ovation!" - Christiane Northrup, Women's Bodies, Women's Wisdom
"Brilliant Work!" - Laissez Faire Books
"Your Ideas Are Splendid!" - Christopher Lasch
Quelle (John Taylor Gatto wurde mehrere Male zum Lehrer des Jahres gewählt)

20. April 2008

Literatur, Studien und Termine

"Neue Medien: Lernformen der Zukunft"
Berlin, April 2008 - Das Netzwerk Bildung der Friedrich-Ebert-Stiftung lädt am 5. und 6. Mai 2008 zu einer Konferenz über Lernformen. Ist die Nutzung neuer Medien auch in Schule, Aus- und Weiterbildung heute selbstverständlich? lautet eine der Kernfragen, die in Berlin beantwortet werden sollen.
Zu Beginn des ersten Konferenztages erhalten die TeilnehmerInnen Gelegenheit, sich in kleinen Gruppen im Rahmen eines World Café mit SchülerInnen über Umgangsweisen mit neuen Medien zu Hause und in der Schule auszutauschen.
Info: Checkpoint eLearning, Friedrich-Ebert-Stiftung


Ungerechtigkeit im Schulsystem
Die Friedrich-Ebert-Stiftung leistet in einem neuen Band, was die Sozialdemokraten seit Pisa vergessen haben: die Chancenungleichheit im Bildungssystem zu brandmarken. ...
Am wichtigsten ist wahrscheinlich Heike Solgas Abriss über die institutionellen Ursachen von Bildungsungleichheit. Solgas Text sollte Pflichtlektüre für die Kultusminister werden. ... Zweitens berichtet Solga auch, dass selbst die Lehrpläne bereits eine Benachteiligung enthalten. In den Hauptschulen lernen 58 Prozent der Insassen nur zwei Stunden Naturwissenschaften pro Woche - an Gymnasien sind es 17 Prozent. Drittens ist es der Staat selbst, der die Karrierepfade von Haupt- und Oberschülern auseinandertreibt: aktiv - und durch Unterlassen. In Schweden, England und den Niederlanden besuchen 80 Prozent der Grundschüler eine Schule, in der es Co-Teaching für Leseprobleme gibt. Eine solche zweite Person für Stütz- und Förderunterricht bieten die deutschen Bundesländer nur in 42 Prozent der Primarstufen an. ...
Quelle: taz am 15.04.2008
Demokratie und Selbstbestimmung
Wie wir Bürger unser Gemeinwesen in Zukunft gestalten
Bürgerkonferenz am 26. April 2008 von 9.00 bis 18.00 Uhr in Klein Jasedow
Diese Tagung soll dazu beitragen, Lösungsansätze zu finden, wie ein Mehr an Demokratie, Selbstbestimmung und Bürgerbeteiligung an der Gestaltung unserer
Zukunft verwirklicht werden kann. Dabei soll herausgefunden werden, wie bürgerschaftliches Engagement den Sprung in die tatsächliche politische Wirklichkeit schaffen kann, und wie konkrete Schritte in diese Richtung aussehen können.
Unterstützend sind als Experten eingeladen:
E.O. Müller, Bundesvorstandsmitglied Mehr Demokratie e.V. und Chefredakteur der Zeitschrift „Zukünfte“, Horst Stowasser, Gründer des „Werks Selbstverwalteter Projekte und Einrichtungen (WESPE), Dr. Rasmus Tenbergen, Geschäftsführer des Institute for Leadership Development und Gerrit Wustmann, Journalist und ständiger Mitarbeiter der Kampagne für eine Parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen
Moderation: Johannes Heimrath
Anmeldung: Nadine Knapp, 038374-75214
Weitere Informationen auf der Internetseite der EAHA:  www.eaha.org
Frau Monika Bormann, Landtagsabgeordnete der CDU, bittet bis 21. April unter schule(@)monika-bormann.de unter dem Motto „Macht Schule fit fürs Leben?“ Eltern, Lehrer und Kinder sich zu diesem Thema zu äußern. Bis 21. April soll über Erfahrungen aus dem Schulalltag berichtet sowie Ideen und Vorschläge eingebracht werden. Berichten Sie ihr Ihre Erfahrungen und nicht zuletzt auch die betroffenen Kinder selbst, die jeden Tag in die Schule gehen.

15. April 2008

Plädoyer für eine ideologiefreie Schule

Jedem das Seine
Plädoyer für eine ideologiefreie Schule
Der 1989 geborene Kasseler Oberschüler Anton Löhmer, der in diesem Jahr sein Abitur macht, hat die Bildungshoheit und das Monopol des Staates unter die Lupe genommen.
Beispielzitat: "Trotz Schulpflicht bleibt wegen des elterlichen Erziehungsrechts das staatliche Schulwesen lediglich ein Angebot, den Bildungsauftrag zu deegieren. Es muss also für Eltern auch die Möglichkeit geben, auf andere Weise der Bildungspflicht gegenüber ihren Kindern nachzukommen."
Bildtext: "In den Vereinigten Staaten werden an die zwei Millionen Kinder und Jugendliche daheim unterrichtet. In der Regel sind es überdurchschnittlich begabte Kinder aus bildungsnahem Milieu. Der Hausunterricht unterliegt oft staatlichen Bildungskontrollen. In den gemeinsamen Abschlussprüfungen erzielen die entsprechenden Schüler meist bessere Ergebnisse als die Absolventen der staatlichen Schulen. Die Eltern von (registrierten) Hausschülern in Kanada erhalten eine staatliche Förderung von 1.000 Dollar".
Ein wunderbarer, 4-seitiger Aufsatz in Komma, Das Magazin für christliche Kultur, MM-Verlag Nr. 47/2008